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Früherer "Kultspieler" ist heute in der Sozialarbeit aktiv

Einsatz, Kampfgeist, Leidenschaft, ein Höchstmaß an Identifikation: All´ diese Eigenschaften verkörperte Elmar Klodt als eisenharter Abwehrspieler im Dress des SV Eintracht Trier 05. Von 1983 bis zur Winterpause der Saison 1992/93 stand er in Diensten des SVE, absolvierte nach seinen Schätzungen rund 250 Oberliga-Einsätze. Mehr Spiele verhinderten gleich zwei Schien- und Wadenbeinbrüche in dieser Zeit. Als Highlights im blau-schwarz-weißen Dress nennt Klodt, den viele ob seiner engagierten Art sogar als „Kultspieler“ bezeichneten, die Aufstiegsrunde zur Zweiten Bundesliga 1987 und die beiden Deutschen Amateurmeister-Titel in den Jahren 1988 und ´89. Besonders gerne denkt er auch an die oft packenden Derbys mit den Lokalrivalen aus Salmrohr und Leiwen zurück. „Fünf bis zehntausend Zuschauer waren hier keine Seltenheit. Wir Spieler kannten uns untereinander sehr gut. Da war noch echter Lokalkolorit im Spiel“, erinnert sich der heute 46-jährige Klodt, der heute als Arbeitserzieher in einer Jugendzentrum im deutsch-luxemburgischen Grenzort Wormeldingen arbeitet.

Die Eintracht verließ der Sirzenicher im Winter 1992/93; Einheimische genossen bei einigen Verantwortlichen seinerzeit nicht das Ansehen, wie sie es eigentlich verdient gehabt hätten. Neben Klodt, den es dann für anderthalb Jahre zum SV Prüm (Verbandsliga/Oberliga) und danach für vier Jahre zum Luxemburger Nationaldivisionär CS Grevenmacher zog, verließ damals mit Ludwig „Gipsy“ Dahler ein weiterer Leistungsträger aus den gleichen Gründen den SVE. Seine Laufbahn ließ Klodt beim SV Sirzenich in der A-Klasse ausklingen; später sprang er beim zwischenzeitlich in die Bezirksliga aufgestiegenen Klub noch einmal als Interimscoach ein.

Der Eintracht war Elmar Klodt von 2000 bis ´04 noch einmal fest verbunden: Als Physiotherapeut in Diensten der Firma „Physiomed“ betreute er die SVE-Kicker in der Regionalliga und nach dem Aufstieg auch in der Zweiten Bundesliga. Die Tätigkeit machte ihm viel Spaß, er konnte sich mit Arbeit und Verein voll identifizieren. Nach einer aus einem Unfall resultierenden Armverletzung musste Klodt jedoch ein anderes Berufsfeld wählen – und fand es in der Sozialarbeit. Dieser widmet er sich nun ebenfalls mit voller Hingabe. Immer hundert Prozent, immer voll bei der Sache: So kannte und so kennt man den geradlinigen Menschen Elmar Klodt.

Der Vater zweier Töchter wohnt nach wie vor in Sirzenich. Den Kontakt zur Eintracht hält Tochter Helena, die regelmäßig im Moselstadion vorbei schaut. Ihn selbst sieht man kaum noch bei Eintracht-Spielen – erstens wegen Schichtdiensten auch am Wochenende und zweitens, weil er dem SV Sirzenich je nach Zeit noch als Betreuer zur Seite steht.

Dem vom ebenfalls früher bei der Eintracht kickenden Patrick Zöllner trainierten SVS steht übrigens ein Topspiel ins Haus: Sonntag, 14.45 Uhr, kommt es vor den Toren Triers zum Spitzenspiel der A-Klasse Trier-Saarburg, wenn der Tabellenzweite den Ersten SG Ockfen /Schoden/Irsch empfängt.

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