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Wieder-Gott sei Dank – ein Unentschieden

Im Nachholspiel gegen Udler konnte unsere Nachwuchself die hohen Erwartungen von Trainer und Umfeld nicht umsetzen. Gegen einen verbissen kämpfenden, euphorisierten Gegner erreichte man ein glückliches Remis.

Die 95. Minute läuft. Die heimischen Zuschauer fordern vehement den Abpfiff des sehr unsicheren Referees. Doch dieser lässt sich angesichts der zahlreichen Verletzungspausen und Unterbrechungen nicht beirren: Die angezeigten 5 Minuten Nachspielzeit sollten eingehalten werden. Die letzte Gelegenheit für den favorisierten Gast aus Trier ergibt sich in Form eines Freistoßes etwa 30 Meter vom gegnerischen Gehäuse. Unsere Jungs schmeißen alles nach vorne, sogar Torhüter Ulli Schneider wirft sich ins Strafraum-Getümmel. Der Freistoß wird von Ting hart in den Strafraum getreten. Der gegnerische Torwart irrlichtert im eigenen Strafraum. Ulli Schneider verlängert die Kugel mit dem Kopf. Im allgemeinen Durcheinander kommt Pascal Orth an den Ball und befördert ihn in Richtung Tor. Irgendwie überquert das Leder zum Erstaunen aller Beteiligter die Linie. Der Trierer Jubel kennt keine Grenzen, Udler hadert mit sich und dem Schiedsrichter, während dieser eine hitzige Partie abpfeift. Dies ist aus Sicht des Gastes von der Mosel die einzige wirklich erwähnenswerte Szene der Partie. Zu viel Hektik, unnötige Ballverluste, vergebene Chancen prägen das Bild einer wegen Verletzungen und beruflichen Verpflichtungen stark veränderten Elf. Die Einheimischen stören bei regnerischem Eifelwetter im diffusen Flut –Licht jeden geordneten Spielaufbau schon im Ansatz. Zudem scheint der Schiedsrichter ein Herz für den Underdog zu haben: während Fouls der Eifelaner großzügig gesehen werden, stellt der Unparteiische gleich zwei Eintracht-Spieler wegen vermeintlicher verbalen Entgleisungen mit Rot (Philipp Herz 64. Min.) bzw. Gelb-rot (90. Min. Fabio Fuhs) vom Platz.
Obwohl man sich auf Seiten der Eintracht mehr erhofft hatte, kann, ja muss, man mit diesem Remis mehr als zufrieden sein. Aber auch das zeichnet eine Spitzenmannschaft aus: Dieser gewonnene Punkt kann in der Endabrechnung eventuell noch einmal Gold wert sein.
Tor:
Ulli Schneider
Abwehr:
Michael Löber Fabio Fuhs Pascal Orth Fabian Mohsmann

Mittelfeld:
Patrick Herres (72. Jon Becker) Sebastian Ting Philipp Herz,
Matondo Makiadi (65. Alsina Xavier)

Angriff:
Julian Bidon Alvaro Zoder (65.Jan Brandscheid)

Kader: Philipp Basquit Maik Emmerich Florian Heck

Torfolge: 1:0 51. Min. Borsch
1:1 95. Min. Orth

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