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Vom Underdog zum Tabellenführer

Am  Samstag, ab 14 Uhr,  ist mit den Sportfreunden aus Lotte der aktuelle Tabellenführer der Regionalliga West zu Gast. Auch in dieser Partie wollen die Lotteraner weiter ungeschlagen bleiben und die momentane Schwächephase des SVE zu einem Sieg ausnutzen. Dabei setzt Lotte auf kontrollierte Offensive und vor allem die eigene Konditionsstärke.

Der VfL Sportfreunde Lotte e.V., 1929 als Turnverein Lotte gegründet, vereint  mit rund 1.400 Mitgliedern gut zehn  Prozent der Einwohner Lottes in seinen verschiedenen Abteilungen (neben Fußball u.a. auch Handball). Die Fußballmannschaft der Sportfreunde spielte lange Jahre in den unteren Ligen, ehe 1989 als Meister der Bezirksliga nach vielen Anläufen (Lotte spielte in den Vorjahren meist um die Tabellenspitze mit) der Aufstieg in die Landesliga Westfalen gelang. Hier konnte sich Lotte nach der ersten Saison der Eingewöhnung ab 1990/1991 immer in der Spitzengruppe der Liga halten und 1996 dann auch als Meister der Landesliga den Aufstieg in die Verbandsliga Westfalen perfekt machen. Auch in der Verbandsliga gelang es den Sportfreunden, am Saisonende ausnahmslos einstellige Tabellenplätze zu erreichen. Dennoch dauerte es bis 2004, ehe der Aufstieg in die Oberliga Westfalen, wiederum als Meister, realisiert werden konnte. Im Zuge der Neuordnung der Regionalligen bei der Einführung der Dritten  Liga reichte den Lotteranern ein vierter Tabellenplatz zur Qualifikation für die Regionalliga West. Nach schwachem Start in die erste Regionalligasaison gelang es den Sportfreunden durch einen Zwischenspurt auf Rang fünf  der Tabelle vorzustoßen. Nach einer erneuten schwächeren Phase beendete Lotte die Saision auf dem zehnten Tabellenplatz.

Die aktuelle Spielzeit begann für die Sportfreunde äußerst positiv. Auch nach dem elften Spieltag ungeschlagen steht Lotte auf dem ersten Tabellenplatz und konnte häufig auch hochklassige Partien für sich entscheiden. Lediglich fünfmal kam die Mannschaft nicht über ein Unentschieden hinaus und liegt mit aktuell 23 Punkten zwei Zähler vor den zweitplatzierten Saarbrückern. Dabei ließen die Lotteraner ihre Punkte überwiegend gegen defensiv gut sortierte und tief stehende Mannschaften wie Bochum II und Elversberg liegen. Auffällig in fast allen Partien der SFL:  Sieg- und Ausgleichstreffer für Lotte fielen häufig in den letzten Spielminuten. Das spricht für eine gute Kondition und Konzentration der Mannschaft bis zur 90. Spielminute.

Für Trainer Maik Walpurgis (36), der am 1. September 2008 den glücklosen Manfred Wölpper abgelöst hat,  ist die momentane Tabellenführung so auch nur eine Momentaufnahme vor den Spielen gegen die Eintracht, Rot-Weiss Essen und Preußen Münster „Wenn wir danach immer noch oben stehen und uns dann vielleicht noch bis zum 26. oder 27. Spieltag da halten, dann ist wirklich alles möglich“. Die Chancen, die Saison auf dem einzigen Aufstiegsplatz zu beenden sieht Walpurgis realistisch und sagt  „Wir können uns oben festsetzen. Sicher. Aber die Saison ist noch lang. Es kann so viel passieren. Und wir sind kein Underdog mehr. Wir werden von allen gejagt.“  Die Lotter Mannschaft kommt dabei ohne die großen Stars aus. Das Team spielt taktisch diszipliniert, ist eingespielt und kann immensen Druck aufbauen.

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