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Erkenbrecher ist von Ex-Trierer Lemke angetan

Unruhige Zeiten bei Rot-Weiss Essen, am morgigen Samstag, ab 14 Uhr, zu Gast im Moselstadion beim SV Eintracht Trier 05: Während ein millionenschweres Loch in der Vereinskasse klafft und kürzlich mit Teammanager Thomas Strunz jener Mann geschasst wurde, in dessen Person man in Essen so viel Hoffnung gesetzt hatte, geht es RWE neuerdings sportlich zumindest etwas besser: Dem 1:1 bei Wormatia Worms ließen die Schützlinge des Interimstrainergespanns Uwe Erkenbrecher/Ralf Außem danach mit dem 2:0 über Elversberg den zweiten Heimsieg der Saison folgen.

Lesen Sie hier das Interview von www.eintracht-trier.com mit Coach Uwe Erkenbrecher:

Nach dem 2:0 gegen Elversberg: Wie ist die Stimmung bei Rot-Weiss, Herr Erkenbrecher?

Wenn man gewinnt, geht es einem immer besser. Die Mannschaft hat sich den Sieg gegen Elversberg durch harten Kampf erarbeitet. Das stärkt in dieser Phase den Glauben an sich selbst.

… Noch ist RWE aber weit von der Tabellenregion weg, wo man eigentlich hin wollte…

Ziel mit unserem neuen, jungen Team war es, eine stetige Verbesserung zu erzielen und zumindest mittelfristig den Aufstieg zu schaffen. Jetzt müssen wir erst einmal in ganz kleinen Schritten denken und schauen, dass wir Spieltag für Spieltag unsere Form stabilisieren.

Woran lag es, dass RWE den Start derart in den Sand gesetzt hat – was haben Sie gemeinsam mit Ralf Außem verändert?

Wir haben es alle nicht geschafft, das Ding in den ersten Wochen ans Laufen zu bringen. Die neu formierte Mannschaft brauchte mehr Zeit, als uns lieb war. Wir haben nach dem Abgang von Thomas Strunz nicht viel geändert, versuchen aber unter anderem, durch Gespräche mit den Spielern das Selbstvertrauen zurück zu holen.

Unter Thomas Strunz, der als Teammanager engagiert war, fungierten Sie offiziell als Cheftrainer. Nun arbeiten Sie mit dem damaligen Co-Trainer Ralf Außem gleich berechtigt im Team, allerdings zunächst nur auf interimistischer Basis. Wie groß ist die Hoffnung bei Ihnen, das Traineramt bei RWE dauerhaft bekleiden zu können?

Eine klare Ansage der Verantwortlichen gibt es bis dato nicht. Wir machen unsere Arbeit und wollen mit RWE Erfolg haben. Alles andere wird sich zeigen.

Aus Trierer Sicht ist RWE-Mittelfeldspieler Holger Lemke besonders interessant. Schließlich spielte er hier in der Jugend und 2005/06 in der damaligen Regionalligamannschaft. Wie charakterisieren Sie ihn fußballerisch?

Ein guter Junge. Er passt zu uns. Er ist beweglich und quirlig, hat seine Sache gegen Elversberg gut gemacht – und könnte auch in Trier von Beginn an auflaufen.

Sie haben die Eintracht zum Start beim 2:2 gegen Schalke II selbst gesehen und sich im Vorfeld der morgigen Partie natürlich noch einmal aktuelle Infos zukommen lassen. Wie sehen Sie den SVE?

Eine spielstarke Truppe. Was sie kann, hat man bis dato nicht nur in der Regionalliga, sondern auch im Pokal gesehen. Schon nach dem Schalke-Spiel zum Start habe ich gesagt, dass diese Trierer Mannschaft unter den ersten Fünf mitspielen kann.

Die beiden aktuellen RWE-Trainer im Visier:

Uwe Erkenbrecher: Der heute 54-Jährige war von 1972 bis 1975 Profi bei Werder Bremen (24 Spiele/1 Tor). Danach absolvierte er für Wattenscheid 06 und de KSV Baunatal insgesamt noch 46 Partie in der damaligen Zweiten Liga Nord und Süd.

Als Trainer betreute Erkenbrecher in der 2.Bundesliga während der Saison 1992/93 den VfL Wolfsburg, mit dem ihm zuvor der Aufstieg dorthin gelungen war; im Jahr darauf den FC Carl Zeiss Jena. Von Juli 1998 bis zum 16. November 2000 war er das erste Mal beim VfB Lübeck in der Regionalliga Nord in verantwortlicher Position tätig. Anschließend übernahm er in der 2. Liga die SpVgg Greuther Fürth (August 2001). Es schlossen sich rund anderthalb Jahre in der Regionalliga beim SC Paderborn an, ehe er für zwei Monate in den Iran ging, wo er Co-Trainer bei Esteghal Teheran war. Am 5. Mai 2003 übernahm er die Aufgabe als Trainer des SSV Reutlingen, den er jedoch nicht vor dem Abstieg bewahren konnte. Da Reutlingen keine Lizenz für die Regionalliga erhielt, betreute Erkenbrecher den Verein in der Oberliga Baden-Württemberg, bis er im März 2004 als Trainer der zweiten Mannschaft zum VfL Wolfsburg zurückkehrte. Von den Oberligaamateuren wechselte er am 5. März 2007 erneut zum VfB Lübeck in die Regionalliga Nord. Am 15. Oktober 2007 wurde er beim VfB beurlaubt. Im Winter 2008 unterschrieb Erkenbrecher beim VfB Fallersleben, den er aber nicht mehr vor dem Abstieg aus der Niedersachsenliga Ost retten konnte. Eine Runde beim Nord-Regionalligisten Türkiyemspor Berlin folgte. Bei Rot-Weiss Essen ist Erkenbrecher seit 1. Juli.

Ralf Außem: Für den 1. FC Köln absolvierte der heute 49-Jährige nur ein einziges Bundesligagspiel (am 24. Mai 1980 ein zweiminütiger Einsatz im FC-Spiel bei Werder Bremen) Dafür machte sich Außem in der 2. Bundesliga beim Lokalrivalen SC Fortuna Köln einen Namen. Über die Stationen Viktoria Köln und Hannover 96 kam er 1984 zu den Fortunen. Sieben Jahre lang war er eine der Größe beim Kölner Südstadt-Klub und brachte es auf 192 Einsätze. Nach seiner aktiven Zeit als Spieler betreute er von Januar 2002 bis Juni 2004 zusammen mit Dieter Epstein als Trainer die Mann

 

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