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"Pokal ist und bleibt ein Zubrot"

Die aktuelle sportliche Situation, das Top-Los 1. FC Köln im DFB-Pokal-Achtelfinale, die Preispolitik bei diesem Spiel – und mehr: Ernst Wilhemi, Vorstandsmitglied des SV Eintracht Trier 05, steht im Gespräch mit www.eintracht-trier.com Rede und Antwort.

 

Ein Heimspiel-Highlight jagt das nächste: Rund zehn Tage nach dem DFB-Pokalspiel gegen Zweitligist Arminia Bielefeld kommt mit Rot-Weiss Essen ein großer Traditionsverein ins Moselstadion…

 

Wir freuen uns alle sehr auf dieses Spiel. Ein Verein wie Rot-Weiss Essen sorgt sicher auch am Samstag für zusätzliche Stimmung auf dem Rasen und auf den Rängen. Was ich in dieser Woche gesehen und mitbekommen habe, hat Mario Basler unsere Mannschaft sehr akribisch auf dieses Spiel eingestellt – sei es mit Einzel- oder Gruppengesprächen oder mit einer Videoanalyse.

 

… Hier kam sicher auch das unnötige 2:3 bei Bayer Leverkusen II zur Sprache.

 

Natürlich. Die Fehler wurden klipp und klar angesprochen. Bei so etwas macht Mario vor keinem Spieler Halt. Eines muss ich aber ganz klar im Nachgang zum Leverkusen-Spiel sagen: Dass unsere Jungs am Samstag nicht wollten, ist einfach falsch. Vier Tage nach dem Pokalcoup war jeder heiß, noch eins drauf zu setzen. Doch hier und da fehlt ganz einfach auch noch die Cleverness.

 

Wie schwer ist es derzeit, das Pokalmatch gegen den 1. FC Köln am 27. Oktober aus den Köpfen zu halten?

 

Das darf jetzt bei den Spielern überhaupt keine Rolle spielen – und wie ich die Charaktere in unserer Mannschaft kenne, wird es das auch nicht. Alle wissen: Der Pokal ist und bleibt ein willkommenes Zubrot. Nachhaltiger ist die Meisterschaft. Wirklich wichtig für den SV Eintracht Trier 05 ist es , in der Regionalliga erfolgreich zu sein. Ziel ist es, oben mitzuspielen.

 

Viele zerbrechen sich den Kopf, was der SVE mit dem ganzen Geld macht, as bislang im Pokal verdient wurde. Alleine an Fernsehgeldern sind über 800.000 Euro zusammen gekommen…

 

… all´ jene kann ich beruhigen: Wir schwimmen noch nicht im Geld (lacht). Tatsache ist, dass die 100.000 Euro aus der ersten Runde fest im Etat verplant waren und unsere Mannschaft an den Erfolgen mit gut 300.000 Euro an Prämie partizipiert hat. Nicht vergessen darf man, dass wir ein gewisses Risiko vor der Saison eingeplant haben. Gelder, auf die wir gehofft haben und von privater Seite vorfinanziert wurden, können nun zügig zurückgezahlt werden. Genauso wie weitere Kredite. Auch die Einnahmen aus dem Köln-Spiel dazu gerechnet, bleibt uns unterm Strich noch ein Betrag im unteren sechsstelligen Bereich. Den wollen und können wir dann in die Etatplanung für die kommende Saison mit einfließen lassen. Richtiges Geld würden wir erst mit dem Erreichen des Viertelfinales verdienen.

 

Wer sich eine Köln-Karte kauft, muss auch ein Ticket fürs Regionalliga-Heimspiel gegen Waldhof Mannheim (wahrscheinlich) am 7. November lösen. Einige Fans kritisieren diese Paket-Aktion.

 

Da kann ich dagegen halten, dass wir so den Fußballfreunden eine größere Chance auf eine Karte einräumen wollen, die sowieso die Eintracht gucken gehen – und für die es kein Problem ist, eine Karte gegen Waldhof mitzukaufen. Karten im Paket haben auch die Offenbacher Kickers im Erstrundenspiel gegen Eintracht Frankfurt und der VfL Osnabrück zum Zweitrundenspiel gegen den HSV angeboten. Man muss außerdem sehen, dass wir die Preise in den Pokalspielen gegen Hannover und gegen Bielefeld nur geringfügig gegenüber der Regionalliga angehoben haben. Und auch die Einzelkarte gegen Köln kostet kaum mehr als normal. Erinnern möchte auch daran, dass die damaligen Verantwortlichen 1998 zum Pokalspiel gegen Borussia Dortmund bereits stolze 24 Mark verlangt haben. Für einen Stehplatz wohl gemerkt. Ich denke, da sind die 19 Euro für zwei Karten gegen Köln und Waldhof Mannheim absolut okay.

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