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Hart erkämpfter 3:2 Erfolg für den SVE

Dank zweier Tore von Wilko Risser (11., 15.)  sowie einem späten Treffer durch Gustav Schulz (89.) gewinnt Eintracht Trier in letzter Minute vor 3230 Zuschauern mit 3:2 (2:0) gegen den SC Verl.Nachdem Risser mit einem Doppelpack schon früzeitig für eine eigentlich beruhigende Führung für den SVE sorgte, kamen die Gäste aus Westfalen in der 2. Hälfte durch Tore von Hagedorn (50.) und dem kurz zuvor eingewechselten Freiberger (73.) zurück ins Spiel. Jedoch sorgte Gustav Schulz mit einem fulminanten Distanzschuss in quasi letzter Sekunde zum 1. Heimsieg in der noch jungen Saison.

Nichts für schwache Nerven war das Spiel gegen den SC Verl für die zahlreich anwesenden Trierer Zuschauer – das gute Dutzend Verler Fans dürfte enttäuscht nach Hause gefahren sein. Die Chronologie des Spiels ist typisch für die Eintracht in dieser Spielzeit: jedes Spiel hat das gewisse Etwas…

Zu Beginn des Spiels ist der SVE die dominierende Mannschaft. Gegen harmlose Verler macht das Team von Mario Basler klar, wer Herr im Moselstadion ist. Das 1:0 fällt zwangsläufig: nach schöner Vorarbeit von Anicic versenkte Risser, der trotz einer schweren Fussprellung spielte und sich durchbiss, in seiner unnachahmlichen Art den Ball volley im Tor der Ostwestfalen (11.). Trier bleibt danach weiter am Drücker und Risser erhöht wiederum nach einer Anicic-Flanke per Kopf auf 2:0 (15.). Danach schaltet der SVE einen Gang zurück, hat das Spiel jedoch jederzeit im Griff. Verl findet in der ersten Halbzeit praktisch gar nicht statt. Die einzige – allerdings hundertprozentige – Chance für den SC leitet Eintracht-Kapitän Cinar ein. Völlig unbedrängt verunglückt seine Rückgabe zu Kronholm aber Knappmann kann das Geschenk nicht nutzen. Trier ist dem 3:0 nahe, doch Anfang und Anicic (per Freistoss) scheitern knapp. Insgesamt jedoch fehlt gegen Ende der ersten Halbzeit dem SVE der nötige Biss, um trotz der beruhigenden Führung den Sack gegen überforderte Verler endgültig zuzumachen. So geht es mit einem zu diesem Zeitpunkt hochverdienten 2:0 für Trier in die Pause.

Im zweiten Durchgang bot sich dann ein anderes Bild. SC-Trainer Bertels musste die richtigen Worte gefunden haben, denn Verl suchte sein Heil nun in der Offensive. Der SVE hingegen wirkte pomadig und schien das Spiel aufgrund der 2-Tore-Führung schon abgehakt zu haben. Praktisch mit der ersten Chance für die Ostwestfalen fiel der Anschlusstreffer. Hagedorn hatte keine Mühe, völlig unbedrängt zum 1:2 einzuköpfen (51.). Plötzlich witterte Verl Morgenluft, die Eintracht-Defensive, die erneut ohne die gesperrten Fernandes und Lacroix auskommen musste, wirkte nicht immer sattelfest. Die größte Verler Chance zum Ausgleich, vereitelte der heute wieder starke SVE-Schlussmann Kronholm, als er einen Schuss aus spitzem Winkel über die Latte lenkte. Im Gegenzug hätte Cinar beinahe für die endgültige Entscheidung gesorgt, doch sein Kopfball landete an der Latte (66.). So blieb das Spiel offen und Verl kam in der 73. Minute zum nicht unverdienten Ausgleich durch den eingewechselten Freiberger (73.). Das Tor war allerdings so etwas wie ein Weckruf für die Eintracht, denn urplötzlich übernahm der SVE wieder das Kommando. Nachdem Schulz, der erneut als Rechtsverteidiger begonnen hatte, ins zentrale Mittelfeld gerückt war, drängte Trier auf den Siegtreffer. In einer dramatischen Schlussphase dauerte es aber bis zur 90. Minute: Senesie legte den Ball mustergültig für Schulz auf und dieser drosch den Ball unhaltbar für SC-Torwart Mandic aus 20 Metern zum 3:2 in den Torwinkel!  Das war der Siegtreffer, den kurz danach pfiff der souverän leitende Schiedsrichter Steinberg die Partie ab.

In einem spannenden und hochklassigen Regionalliga-Spiel fährt Eintracht Trier den ersten Heimsieg der Saison ein. Unter dem Strich ein nicht unverdienter Erfolg, der durch das späte Tor von Schulz allerdings glücklich zu Stande kam. Mit diesem Sieg setzt sich der SVE an der Tabellenspitze fest und kann am kommenden Freitag mit einem Dreier bei der U23 von Fortuna Düsseldorf seine Position weiter verbessern.


Eintracht Trier: Kronholm – Schulz, Cinar, Dingels, Rakic – Anicic (63. Kempny), Anfang, Bradasch (75. Bauer), Wagner – Senesie, Risser (58. Eckstein)

SC Verl: Mandic – J. Schmidt, Leeneman, Flottmann, Bömer – Schulte (70. Röber), Großeschallau (85. Dreichel), Hagedorn, Venker (70. Freiberger), Bertels, P. Neumann – Knappmann

Tore: 1:0 Risser (11.), 2:0 Risser (15.), 2:1 Hagedorn (50.), 2:2 Freiberger (73.), 3.2 Schulz (89.)

Schiedsrichter: Steinberg

Zuschauer: 3230


Spielbericht (VIDEO SVE-TV)

Interview mit Josef Cinar / Pressekonferenz (VIDEO SVE-TV)

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