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„…Das war Folter genug”

ferner fcs saarbrückenGroß war die Euphorie im Lager des Aufsteigers 1. FC Saarbrücken nach dem Aufstieg in die Regionalliga.  Auf der Homepage des Vereins ist sogar von einer „neuen Zeitrechnung“ zu lesen. Dann aber der niederschmetternde Auftakt: Der FCS verlor das Auftaktduell gegen Nachbar SV 07 Elversberg mit 0:6. Vor dem nächsten Derby am Freitag sprach www.eintracht-trier.com mit FCS-Trainer Dieter Ferner.

 

Schlimmer hätte es zum Auftakt nicht kommen können. Woran lag es, dass Ihr Team derart unter die Räder gekommen ist, Herr Ferner?

 

Das war eine Null-Leistung meiner Mannschaft. Woran es gelegen hat, wissen wir eigentlich immer noch nicht. In der Vorbereitung, die insgesamt gut verlaufen war, deutete nichts darauf hin, dass wir eine solche Vorstellung zum Start hinlegen würden.

 

Wie hart sind Sie mit Ihrer Mannschaft ins Gericht gegangen?

 

Sie musste sich die Szenen, die zu den Toren geführt haben, im Fernsehen noch einmal anschauen. Ich denke, das war Folter genug…

 

Gibt es schon Anzeichen für eine gewisse Nervosität im Umfeld?

 

Die Zuschauer haben sich gegenüber der Mannschaft und mir als Trainer sowohl beim Spiel gegen Elversberg, wie in dieser Woche relativ ruhig gezeigt. Klar ist aber, dass wir eine solche Leistung wie zum Auftakt kein zweites Mal zeigen dürfen.

 

Wie schätzen Sie die Trierer Eintracht ein?

 

Für mich eine Mannschaft, die ohne Weiteres unter den ersten Sechs in der Tabelle mitspielen kann. In Mario Baslers Truppe steckt einiges an Potenzial, das hat man nicht nur im Pokal gegen Hannover, sondern auch gegen Schalke gesehen, wo selbst mit neun Mann noch der Ausgleich gelang.

 

Wie ist die personelle Lage bei Ihrem Team?

 

Stand Mittwoch, 12 Uhr, relativ gut: Eventuell können auch die zuletzt angeschlagenen Nabil Dafi und Michael Petry mitwirken.

 

Was kann man generell vom FCS in dieser Saison erwarten? Wie stark schätzen Sie die Regionalliga ein?

 

Als Trainer kann ich nur betonen, dass es um den Klassenverbleib geht. Wie schwer das wird, hat wohl jeder gegen Elversberg gesehen.  Die Regionalliga zeichnet sich einerseits durch viele zweite Mannschaften aus, die immer wieder mit wechselnden Formationen spielen, andererseits gibt es viele Traditionsklubs, die die Liga interessant machen, wie Essen, Münster, Worms, Mannheim oder Eintracht Trier. Wir freuen uns auf eine höchst interessante  Saison.

 

Zur Person: Als Aktiver spielte der in Wuupertal geborene Dieter Ferner im Tor für Bayer Leverkusen (1968-73) und Rot-Weiß Oberhausen (1973-75) in der früheren Regionalliga West und später in der 2. Bundesliga. 1975 wechselte er zum 1. FC Saarbrücken. Während seiner Bundesliga-Zeit im Saarland brachte er es auf zwei B-Länderspiele. 1980/81 spielte er für den Aufsteiger 1. FC Bocholt in der 2. Bundesliga Nord. Danach wechselte Dieter Ferner in die USA zu den Chicago Stings. 1983 führte ihn der Weg zurück nach Deutschland zum Zweitliga-Aufsteiger Rot-Weiß Oberhausen.

In seiner späteren Trainerzeit war er zehn Jahre Übungsleiter bei den Amateur- und Jugendmannschaften des 1. FC Saarbrücken, und war danach (Saison 2007/08) beim saarländischen Verbandsligisten SC Friedrichsthal tätig. Am 3. Juni 2008 unterschrieb  Ferner wieder einen Vertrag beim 1. FC Saarbrücken mit dem er bereits in der ersten Saison den Meistertitel und somit die Qualifikation für die Regionalliga erreichte.

Der heute 60-jährige Dieter Ferner bestritt insgesamt 62 Bundesliga-Spiele und 166 Zweitligaspiele.

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