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Mainzer in der Bundesliga: Der "bunte Außenseiter"

Mit dem 1. FSV Mainz 05 trifft der SV Eintracht Trier 05 am Sonntag, ab 17 Uhr, auf einen alten Bekannten aus gemeinsamen Oberliga- und Zweitbundesliga-Zeiten. Der als 1. Mainzer Fussballclub „Hassia“ 1905 gegründete heutige 1. FSV Mainz 05 kann in seiner über 100-jährigen Vereinsgeschichte durchaus einige Erfolge vorweisen. Neben den beiden Aufstiegen in die ersten Liga in 2004 – damals im übrigen am letzten Spieltag durch einen Sieg über den SVE – und 2009 konnte 1990 die Meisterschaft der Oberliga Südwest – und damit der Aufstieg in die 2. Bundesliga – ebenso wie die Amateurmeisterschaft 1982 gefeiert werden.
In der vergangenen Saison, der Saison Eins nach der Ära Jürgen Klopp, gelang den Mainzern den Wiederaufstieg im zweiten Anlauf. Mit Trainer Jörn Andersen auf der Bank und einigen Änderungen im Profikader konnte sich das Team von Saisonbeginn an in der Spitzengruppe festsetzen und verlor nie den Anschluss an die Aufstiegsränge. Nach sehr gutem Start und trotz der Platzierungen über nahezu die gesamte Saison 08/09 auf einem der ersten drei Plätze wurde es gegen Saisonende doch noch einmal eng für die 05er. Erst nach dem letzten Spieltag konnte der sichere Aufstieg in die Bundesliga gefeiert werden.
Klassenerhalt in der Bundesliga ist das Saisonziel der Mainzer, die auch dem ein oder anderen „Großen“ ein Bein stellen wollen. „Ich freue mich wahnsinnig“. Mit dieser Aussage beschreibt Andersen nicht nur seine, sondern auch die derzeitige Stimmungslage des gesamten Vereins und des Umfeldes. „Bundesliga, das ist für einen Klub wie Mainz 05 noch immer ein großes Geschenk“ schätzt 05-Präsident Harald Strunz den Erfolg richtig ein. Klar dürfte sein, dass Mainz 05 mit einem der niedrigsten Etats aller Bundesligisten in die neue Saison starten wird und damit wieder einmal – wie schon beim ersten Bundesligagastspiel 2004-2007 – die Rolle des bunten Außenseiters annimmt. Manager Christian Heidel formuliert die Erwartungen an die neue Saison entsprechend: „Wir freuen uns riesig über diesen Aufstieg. Aber allen muss klar sein, dass wir in der kommenden Saison wieder klarere Außenseiter sind, dass wir auch die eine oder andere Klatsche kassieren werden.“ FSV-Trainer Jörn Andersen sieht aber auch durchaus Chancen für seine Mannschaft. Aus einer kompakten Defensive schnell auf Offensive umschalten lautet dabei die Devise „Wir treffen zu Hause auf 17 Gegner, die sich mit Sicherheit nicht hinten reinstellen, weil sie bei uns gewinnen wollen. Das ist unsere Chance“, beschreibt Andersen die Möglichkeiten vor allem am heimischen Bruchweg.
Der 1. FSV Mainz05 wird mit dem kompletten Kader zur Partie im Moselstadion antreten. Mit Filip Trojan und Eugen Polanski muss Coach Jörn Andersen auf den Einsatz von zwei der bislang vier externen Neuverpflichtungen – neben den beiden genannten wurden Torhüter Heinz Müller und der ägyptische Nationalstürmer Gamal Hamza für die kommende Bundesligasaison unter Vertrag genommen – verletzungsbedingt wohl noch länger verzichten.
Die Eintrittspreise sind mit regulär fünf und ermäßigt 2,50 Euro äußerst moderat gehalten. Kinder und Jugendliche bis 14 Jahren können die Partie ebenso wie Jahreskarteninhaber sogar kostenlos genießen. Bis auf die reservierten Plätze der Jahreskarteninhaber herrscht zum Spiel freie Platzwahl.

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