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Mario Basler: “Hannover – das passt”

Und wieder ist der Rheinlandpokalsieg des SV Eintracht Trier 05 mit einem Bundesligisten in der ersten Hauptrunde um den DFB-Vereinspokal “belohnt” worden. Nachdem 2007 Schalke 04 und im vergangenen Jahr Hertha BSC ihre Visitenkarte im Moselstadion abgegeben haben, kommt es diesmal am 31. Juli, 1. oder 2. August zum Aufeinandertreffen des SVE und Hannover 96. Das ergab die Auslosung am gestrigen Samstag Abend im Rahmen der ARD-Sportschau.
Wann genau die Partie stattfindet, hängt von den Planungen des Deutschen Fußball-Bundes und des Fernsehens ab und wird wohl frühestens Anfang kommender Woche fest stehen. Auch deshalb können bis auf Weiteres keine Kartenwünsche für das Pokalspiel auf der Eintracht-Geschäftsstelle bearbeitet werden. Der Verein bittet alle Fans und Fußballfreunde, zunächst von Bestellungen per Post, E-Mail oder per Telefon abzusehen. Die weitere Vorgehensweise wird über die Medien und auf www.eintracht-trier.com bekannt gegeben.
Größtenteils zufrieden mit den “Los-Künsten” von Nationalspielerin Renate Lingor dürften auch die Regionalliga-Konkurrenten der Eintracht sein: Während die Sportvereinigung 07 Elversberg auf Bundesligaaufsteiger SC Freiburg trifft, hat es Preußen Münster mit Hertha BSC zu tun. Die Sportfreunde Lotte duellieren ebenfalls mit einem Bundesligisten, dem VfL Bochum. Unterdessen bekam Wormatia Worms das Zweitliga-Spitzenteam SpVgg Greuther Fürth zugelost. Das absolute Traumlos blieb ausgerechnet dem unterklassigsten Vertreter vorbehalten: Der nordbadische Verbandsligist SpVgg Neckarelz hat es mit dem deutschen Rekordmeister und Rekordpokalsieger FC Bayern München zu tun.
Überaus zufrieden mit dem Los “Hannover 96″ zeigten sich im Trierer Lager Fans, Spieler, Trainer und Verantwortliche. Gemeinsam hatten rund 80 Anhänger, das Team mit Cheftrainer Mario Basler und Mitglieder des Vorstandes die Auslosung in der ARD in der Klubgaststätte “Nullfünf” verfolgt. “Hannover – das passt. Wir freuen uns auf das Duell mit einem Bundesligisten. Wir sind als Viertligist zwar Außenseiter, dennoch sehe ich eine Chance, das Unmögliche möglich zu machen”, sagte Coach Basler. Auf ein gut gefülltes Moselstadion hofft Vorstandsmitglied Robert Bläsius, der sich auf 7000 bis 8000 Fans, darunter rund 1000 Anhänger aus der niedersächsischen Landeshauptstadt, einstellt. In der abgelaufenen Bundesliga-Saison belegten die von Dieter Hecking trainierten Hannoveraner Platz elf in der Bundesliga-Tabelle. Bekannteste Akteure im Kader sind Nationalkeeper Robert Enke, Valerien Ismael, Jan Schlaudraff, Mike Hanke, Jacek Krzynowek und Mikael Forssell.
Eintracht Trier gegen Hannover 96: Diese Paarung gab es bereits im DFB-Pokal, genauer gesagt schon zwei Mal: Im Duell zweier damals noch zweitklassiger Regionalligisten trennten sich der SVE und 96 am 7. April 1964 vor 10.000 Zuschauern im Moselstadion 1:1 nach Verlängerung. Horst Busch hatte die seinerzeit von Janos Gerdov trainierten Trierer früh in Front gebracht (5. Minute), Winfried Mittrowski glich in der 51. Minute für die Leinestädter aus. Im Eintracht-Team standen seinerzeit Größen wie der spätere Trainer Günther Geulich, Dr. Werner Baumgart und Peter Scholtes. Nach dem Remis musste damals laut Statuten noch eine zweite Partie auf des Gegners Platz ausgetragen werden. Am 15. April 1964 hatte die Eintracht bei den 96ern nicht mehr viel zu bestellen und unterlag klar mit 0:4.

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