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Wird “Urgestein” Günter Sebert der neue Waldhof-Coach?

Sieben Jahre Bundesliga, danach von 1990 bis ´97 in der Zweiten Liga. Nach dem Abstieg zwei Spielzeiten in der damals drittklassigen Regionalliga Süd, unter Uwe Rapolder wieder der Aufstieg in Liga zwei, der man anschließend vier Jahre angehören sollte. Anschließend Lizenzentzug, Absturz in die viertklassige Oberliga Baden-Württemberg…
Erst 2008 ging es wieder aufwärts, als der SV Waldhof Mannheim die Regionalliga-Qualifikation schaffte. Hier schloss man in der abgelaufenen Saison auf dem vierten Platz ab: In der Rhein-Neckar-Stadt gibt es schon seit vielen Jahren jede Menge Bewegung, allerdings mit (meist) negativer sportlicher Tendenz. Hinzu kamen immer wieder Querelen und wirtschaftliche Probleme: Nachdem sich der Waldhof mit erfahrenen Spielern, die teils gar Bundesliga- und Zweitliga-Erfahrung mit gebracht hatten, am 24. Mai 2008 mit einem 2:0 gegen den SV Linx vor 10.038 Zuschauern im heimischen Carl-Benz-Stadion vorzeitig für die neue Regionalliga qualifiziert hatte, wollten es die Verantwortlichen wissen, geriet dabei aber in eine finanzielle Schieflage und konnten nur durch eine kurzfristige Finanzspritze von 500.000 Euro von Mäzen Dietmar Hopp vor der Insolvenz bewahrt werden. Nach der Auftaktsaison in der neuen vierten Liga gab es (wieder) einen personellen Umbruch. Trainer Alex Conrad wurde trotz laufenden Vertrags bis 2010 geschasst. Seine Nachfolge ist bis zum heutigen Tage noch ungeklärt. Nicht ausgeschlossen wird von Vereinsseite, dass der Sportliche Leiter und Waldhof-Urgestein Günter Sebert künftig eine Doppelfunktion als Trainer und Manager übernimmt. Tatsache ist, dass man beim nordbadischen Traditionsklub den finanziellen Gürtel enger schnallen muss. Mit Akteuren wie Mario Benincasa von Landesligist SG Oftersheim und Oliver Heil vom West-Regionalligisten FSV Mainz 05 II, Niklas Ginter (Freiburg II) und Christopher Hock wurden überwiegend jüngere Kräfte verpflichtet. Am meisten Erfahrung unter den bisherigen Neuzugängen bringt noch Keeper Kevin Knödler (zuletzt FSV Oggersheim) mit. Dafür hat sich der Klub von vielen routinierten Spielern getrennt, darunter der Ex-Mainzer Christof Babatz und der frühere Eintrachtler Ermin Melunovic. Die Neu-Eingruppierung in die West-Gruppe der Regionalliga kommt den Waldhöfern entgegen. “Normalerweise gehören wir in den Süden. Aber nun freuen wir uns auf Derbies gegen Worms, Elversberg, Saarbrücken und Trier. Au0erdem gibt es ja doch die reizvollen Duellen mit den West-Traditionsklubs Rot-Weiss Essen und Preußen Münster”, sagt Geschäftsführer Andreas Laib. Auch Fußballchef Sebert sieht der West-Staffel optimistisch entgegen und kalkuliert mit einem Zuschauerschnitt von 3000 in der 27.000-Mann-Arena Carl-Benz-Stadion, die während der Umbauphase des Hoffenheimer Bunbdesliga-Stadions im zweiten halbjahr 2008 sogar noch einmal Bundesliga-Fußball erleben durfte.

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