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Mit der Saison zufrieden – Pokalsieg ein absolutes Muss

Das war sie, die erste Saison des SV Eintracht Trier 05 in der “neuen” Regionalliga: Nach dem 0:1 am gestrigen Samstag beim VfL Bochum II schließt das Team um Cheftrainer Mario Basler als Tabellendreizehnter ab. An Urlaub ist für die SVE-Akteure aber beileibe noch nicht zu denken: Am Mittwoch, ab 19.30 Uhr, gegen den Oberligisten SV Rossbach/Verscheid geht es im Finale um den Bitburger-Rheinlandpokal um einen begehrten Titel und eine Menge Geld. Im Interview mit www.eintracht-trier.com bilanziert Vorstandsmitglied Ernst Wilhelmi die Regionalliga-Saison, formuliert seine Erwartungen fürs Endspiel und gibt einen Überblick auf den Stand der Dinge bei den Personalplanungen.

Nach 34 Spieltagen schließt die Eintracht auf Platz 13 ab. Wie fällt Ihre Saisonbilanz aus, Herr Wilhelmi?

Abgesehen von vielen dürftigen Leistungen in den vergangenen Wochen, die uns vom Vorstand gar nicht mehr gefallen haben, sind wir insgesamt zufrieden. Unser Ziel war es nach dem Aufstieg aus der Oberliga, uns in dieser neuen Spielklasse zu etablieren. Das ist uns gelungen. Wir haben frühzeitig nichts mit dem Abstieg zu tun gehabt, mussten allerdings schon nach drei Spieltagen Trainer Werner Weiß wegen sportlicher Erfolglosigkeit beurlauben

…für ihn kam kurze Zeit später Mario Basler…

Ein Glücksfall für den Verein. Mario hat wieder Leben in die Bude gebracht. Für einen Fußballspieler ist es etwas ganz Besonderes, mit einem solchen Mann, der jahrelang zum Besten zählte, was die Bundesliga zu bieten hatte, zusammen zu arbeiten. Auch zu vielen Sponsoren hat Mario uns die Tür geöffnet. An dieser Stelle muss ich aber auch mal betonen, dass ich auch unseren neuen sportlichen Leiter Fritz Fuchs als Volltreffer einstufe. Der Mann hat in den sieben Wochen, in denen er jetzt bei uns ist, schon einiges bewirkt. Fritz arbeitet mit äußerster Akribie, hat absolutes Fachwissen und ist hundertprozentig seriös.

Immer wieder fällt mit dem Namen Fritz Fuchs auch der eines möglichen neuen Geldgebers, der Victor´s-Gruppe.

Da ist momentan nichts dran. Tatsache ist, dass wir noch auf der Suche nach einem neuen Trikotsponsor sind. Bekanntlich hat “Payzone” den Vertrag nicht verlängert.

[b]Zum Personal: Zahlreichen Spielern hat der Verein mitgeteilt, dass man nicht mehr auf sie baut, obwohl sie noch Verträge über die Saison hinaus haben. Wie groß ist die Möglichkeit, dass der eine oder andere seinen (gut dotierten) Vertrag in Trier einfach absitzt?[/b]

Ich denke, es kommt in allen Fällen zu einer für beide Seiten guten Lösung. Wie es aussieht, finden sowohl Sebastian Hartung, wie auch Christian Müller und Pero Miletic neue Vereine. Auch Lars Schäfer dürfte woanders unterkommen. Mit Erwin Bradasch steht noch ein weiteres Gespräch aus.

Was ist mit Malick Traore sowie den lange Zeit verletzten Thorsten Wittek und Ulli Schneider?

Malick, der leider erneut muskuläre Beschwerden hat, haben wir ein Angebot für die U23-Mannschaft unterbreitet. Hier soll er natürlich Perspektive nach oben haben. Jetzt liegt es am Spieler, uns seine Entscheidung mitzuteilen. Thorsten Wittek erhält zunächst keinen neuen Vertrag, ist ab 1. Juli offiziell arbeitssuchend und will sich im Training mit der Regionalliga-Mannschaft fit machen und fit halten. Ob wir dann vertraglich doch noch einmal zusammen kommen, wird man sehen. Ulli Schneider ist soweit von seiner Knieverletzung wieder genesen. Er will fit zu Trainingsstart am 25. Juni erscheinen.

[b]Bislang hat der SVE vier Neuzugänge an Land gezogen. Werden noch weitere folgen?[/b]

Derzeit haben wir alle Transferaktivitäten gestoppt. Schließlich fehlt ja wie bereits gesagt noch der neue Trikotsponsor und außerdem wissen wir noch nicht, ob wir mit den Einnahmen aus der ersten DFB-Pokal-Hauptrunde planen können. Zudem müssen die Personalien derjenigen Spieler endgültig geklärt sein, die uns verlassen sollen, aber noch Vertrag haben.

Wichtig, um zusätzliche Geldquellen zu erschließen, ist ein Sieg im Finale um den Bitburger-Rheinlandpokal am Mittwoch in Polch gegen Rossbach/Verscheid.

Es ist ein absolutes Muss, dass wir dieses Spiel gewinnen. Finanziell hängt da einiges von ab, schließlich können wir ohne die Zuschauereinnahmen bereits mit 113.000 Euro aus Fernseh- und Werbeeinnahmen rechnen. Wie schwer dieses Spiel gegen Rossbach wird, muss mir aber keiner sagen: Ich war schon dabei, als wir 2006 als damaliger Drittligist beim damaligen Rheinlandligisten Rossbach mit 1:2 verloren hatten. Ich erwarte unsere Mannschaft einhundert Prozent konzentriert. Sonst könnte es ein böses Erwachen geben.

In anderen Verbänden wie dem Saarland und dem Südwesten stehen die Pokalsieger längst fest. Das Rheinland zieht erst am 10. Juni nach. Wie bewerten Sie als Vereinsverantwortlicher diesen Termin?

Das ist – gelinde gesagt – eine sehr unglückliche Ansetzung. Unsere Mannschaft hat nach dem Finale gerade noch zwei Wochen Urlaub, ehe schon wieder die Saisonvorbereitung startet. Für Rossbach ist es noch ungünstiger, sie sind ja schon seit zwei Wochen in der Oberliga fertig. Außerdem ist der Termin auch aus einem anderen Aspekt alles andere als ideal: Bis zum 5. Juni mussten wir beim DFB endgültige Zahlen zu unserer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit nachreichen. Die bei einer Qualifikation ansetzbaren Einnahmen aus dem DFB-Pokal mussten so außen vor bleiben. So mussten wir zum Teil Bürgschaften hinterlegen.

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