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“Kleine Borussia” hat sehr gute Karten im Aufstiegsrennen

Das Nachwuchsteam der Borussen, bis auf die Saison 2005/06, in der man nach dem Abstieg in die Oberliga Westfalen den sofortigen Wiederaufstieg schaffte, ständiger Vertreter in der Regionalliga Nord, konnte sich in der vergangenen Spielzeit nicht für die neue geschaffene Dritte Liga qualifizieren. Satt dessen trat das Team in der Regionalliga West mit dem Ziel Aufstieg an. Zu Beginn der Saison gut gestartet und am dritten sowie am sechsten Spieltag als Tabellenführer leistete, sich die U23 aus Dortmund ab dem achten Spieltag einen kleinen Durchhänger. Vier der bislang erst sieben Niederlagen der Dortmunder fielen in den Zeitraum bis zum 13. Spieltag, darunter die bisher einzigen beiden Heimniederlagen der gegen Lotte und den FCK II. Mit der 1:2-Niederlage gegen unsere Eintracht am 15. November 2008 endete für den BVB II dann diese Schwächephase. Seither verloren die kleinen Borussen von den folgenden 16 Spielen lediglich zwei. Vor allem die Heimbilanz ist beeindruckend: Bis auf die beiden vorgenannten Niederlagen und ein Unentschieden gegen Leverkusen II wurden alle Heimspiele gewqonnen und dabei 42 Treffer erzielt. Mit insgesamt 72 Toren im bisherigen Saisonverlauf stellt die U23 das mit Abstand treffsicherste Team der Liga. Aus der Liste der Torschützen ragt vor allem Christopher Kullmann mit bislang 17 Treffern (und 10 Torvorlagen) aus 25 Partien hervor. Aktuell hat der BVB II mit 60 Punkten fünf Zähler Vorsprung auf Verfolger 1. FC Kaiserslautern II, der selbst vom 10. bis 23. Spieltag den Platz an der Sonne inne hatte.
Aufgabe der zweiten Mannschaft ist auch in Dortmund die Heranführung der Talente an die Bundesliga. In dieser Saison haben bemerkenswert viele Jungs in den Profikader hineingeschnuppert. Auch aufgrund seiner Torgefahr kam zum Beispiel der nächste Saison zum Erstliga-Kader zählende Kullmann, wie auch sein Mittelfeldkollege Yasin Ötztekin (7 Tore, 11 Vorlagen in 25 Spielen) und andere Spieler der U23 bereits mehrfach in der Bundesliga zum Einsatz. Dabei kann der BVB durchaus auf einige Erfolge seiner Nachwuchsarbeit verweisen. Zu Beginn der 1990er Jahre war es der sogenannte “Babysturm” mit Lars Ricken und Ibrahim Tanko, die aus der Talentschmiede des BVB kamen und wesentlichen Anteil an den zwei in jener Zeit erreichten Meisterschaften hatten. Spieler wie Marc Kruska, Florian Kringe und ganz aktuell Nuri Sahin konnten sich aus der eigenen Jugend über die U23 für den Bundesligakader empfehlen und sind/waren dort Stammspieler.
Eine weitere Aufgabe der zweiten Mannschaft ist in Dortmund Rekonvaleszenten und wenig eingesetzten Spielern des Profikaders die Möglichkeit zu geben, die nötige Spielpraxis zu sammeln. So kann Trainer Theo Schneider, der als Spieler neben Dortmund und Nürnberg unter anderem auch für den 1. FC Saarbrücken (2Zweite Bundesliga) aktiv war, regelmäßig auf Verstärkung durch Profis setzen. Aber auch “von unten” erhalten immer wieder Talente aus der U19 des BVB die Möglichkeit, sich im Seniorenspielbetrieb zu beweisen.

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