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“Einfach ein super Gefühl”

Sie herzten und umarmten sich, machten die “Welle” mit den mitgereisten Fans und freuten sich ausgiebig über die drei errungenen Punkte beim 4:1 in Mönchengladbach, die den SV Eintracht Trier 05 in der Regionalliga ein gutes Stück näher an den Klassenverbleib geführt haben. Einer strahlte am Samstag Nachmittag im Rheydter Grenzlandstadion ganz besonders: Florian Bauer. In seinem fünften Punktspiel-Einsatz für den SVE traf der Winter-Neuzugang vom ATSV Wattenheim erstmals ins Schwarze, bestätigte damit seinen Aufwärtstrend, den er mit den beiden Treffern im Bitburger-Pokal-Halbfinale am Mittwoch in Oberwinter (6:0) schon deutlich hatte erkennen lassen. Auf Vorlage von Wilko Risser stand der 21-jährige Pfälzer, der aus der Jugend von Phönix Otterbach hervor geht, beim 1. FC Kaiserslautern im Nachwuchsbereich spielte und bis zur Winterpause mit zahlreichen Landesliga-Toren in Wattenheim auf sich aufmerksam machte, am Samstag in der 27. Minute goldrichtig – und markierte den wichtigen Treffer zum zwischenzeitlichen 1:1. Auch abgesehen vom Tor machte Bauer ein gutes Spiel, bewegte sich viel, ehe er nach knapp einer Stunde für Tim Eckstein das Feld räumte. “Einfach ein super Gefühl, vor so vielen Fans zu spielen und dann noch zu treffen”, bemerkte “Flo” nach dem Abpfiff in Gladbach. Nicht weniger als 150 Eintracht-Anhänger hatten Bauer & Co. laut und intensiv angefeuert, skandierten indes nach 18 Minuten auch schon “Aufwachen!”, als die Basler-Schützlinge nur schleppend ins Spiel gefunden hatten und verdient mit 0:1 zurück lagen. “Da waren wir noch etwas schläfrig. Gottseidank haben wir dann den Hebel umgelegt. In der Halbzeit hat uns dann der Trainer noch einmal klar gemacht, dass wir beihalten und in jedem Fall gewinnen sollen”, fasst Bauer das Geschehen zusammen. Mit Glück (drei Mal vergab Borussia II “Tausendprozentige”) und der von Basler geforderten Entschlossenheit markierte der SVE nicht nur drei weitere Treffer zum ersten Auswärtssieg seit dem 28. Februar (2:1 in Cloppenburg), sondern auch zum bis dato höchsten Erfolg in der Fremde. Fast hätte Florian Bauer dabei gar nicht mitwirken können. Nach wochenlangen Meniskus-Problemen, die ihn nach seinem Wechsel bis Mitte März fast durchgängig außer Gefecht setzten, machte ihm nun eine angeknackste Nase (ein Relikt aus dem Oberwinter-Spiel…) zu schaffen. Doch Bauer biss auf die Zähne (“Alles halb so wild”). “Möglichst oft spielen und den einen oder anderen Treffer noch erzielen”, will der Angreifer (Vertrag bis 30. Juni 2010) jetzt noch im weiteren Saisonverlauf. Coach Basler möchte Bauer dabei behutsam aufbauen: “Florian hat gute Anlagen, ist schnell und hat den Torriecher. Doch wir überstürzen nichts. Er kriegt bei mir auch Auszeiten. Wir haben ihn schließlich für die Zukunft verpflichtet. Und genau dafür wollen wir ihn hier in Trier fit machen.”

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