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Der Mann mit den zwei Kugelschreibern im Stutzen

Der 26-jährige Lars Heitmann aus dem niedersächsischen Diepholz pfeift am Samstag, ab 14 Uhr, im Rheydter Grenzlandstadion die Regionalliga-Partie zwischen dem VfL Borussia Mönchengladbach II und dem SV Eintracht Trier 05. Dem beruflich als Industriekaufmann tätigen Heitmann assistieren in seinem fünften Regionalliga-West-Match in dieser Saison (zuletzt war er hier am 21. März in der Partie zwischen dem SC Verl und Wormatia Worms, 0:2 im Einsatz) Peter Bartsch aus Emden und Michel Haupt aus Bremen.
Lars Heitmann ist ein Paradebeispiel für einen jungen, ehrgeizigen Schiedsrichter, der schon früh “hoch” pfeifen oder an der Seitenlinie winken kann: Denn mit gerade einmal 26 Jahren hat er schon eine rasante Karriere als Referee hingelegt. Bereits seit der vergangenen Saison ist der Niedersachse in der Zweiten Bundesliga als Assistent (meist von Thorsten Schriever) vertreten, zählt hier inzwischen schon 20 Einsätze (zuletzt beim 2:2 am vergangenen Sonntag des FC St. Pauli gegen den MSV Duisburg). Heitmann hat mit 14 Jahren die Schiedsrichter-Prüfung abgelegt und ist dann konsequent dabei geblieben. Spielklasse um Spielklasse ist er nach oben geklettert, 2006/07 leitete er Partien in der Oberliga, in der A-Junioren-Bundesliga und assistierte in der Regionalliga. 2007 folgte dann der Sprung als Assistent in Liga zwei. Seit 2008 pfeift er Regionalliga-Partien. Monat für Monat ergibt das für Lars Heitmann ein straffes Programm, in dem sich der für den TuS Wagenfeld pfeifende Referee immer wieder aufs Neue beweisen muss. Er weiß: In der zweiten Liga zu sein, heißt nicht, auch in der zweiten Liga zu bleiben. “Man kann auch ganz schnell wieder rausfliegen. Wir Schiedsrichter bekommen für unsere Leistungen genauso Punkte wie die Mannschaften. Auch wir können absteigen.” Oder aufsteigen. Doch an die große Bühne Bundesliga mag Lars Heitmann vorerst nicht denken. “Der Blick nach oben ist natürlich immer da, den Traum hochzukommen hat wohl jeder. Aber man sollte auch eine gute Selbsteinschätzung haben, sollte wissen, ob es reicht oder nicht.” In Niedersachsen gehört er zu den Top 20 der Schiedsrichtergilde, und – möglicherweise auch dank der Glücksbringer in den Stutzen (zwei alten Kugelschreibern, wie er www.schiedsrichter-welt.de verriet) – hat er mittlerweile sogar seinen Vater überflügelt. Fritz Heitmann hatte es als Schiedsrichter bis in die damalige Amateur-Oberliga geschafft. Filius Lars ist nun im nationalen Profi-Fußball angekommen und wird sich nun sicher noch häufiger jene Frage anhören dürfen, die ihm immer wieder gestellt wird. Nämlich ob er mit dem ehemaligen Bundesliga-Schiedsrichter Wilfried Heitmann aus Drentwede verwandt sei. Zur Aufklärung: Er ist es nicht…
Wir wünschen Lars Heitmann und seinen beiden Assistenten Peter Bartsch und Michel Haupt eine gute und sichere Leitung der Partie zwioschen der Borussia und dem SV Eintracht 05!

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