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Der Weg in den DFB-Pokal führt über “rote Erde” von Langenhahn

Den Knaller am Freitag gegen Rot-Weiss Essen im Hinterkopf, das Viertelfinale um den Bitburger-Pokal am morgigen Dienstag bei der SG Langenhahn-Rothenbach dicht vor den Augen: Das Wochen-Programm des SV Eintracht-Trier 05 hat es in sich. Somit bleibt keine Zeit, sich ob der verpassten Punkte am vergangenen Freitag in Münster (2:3-Niederlage trotz starkem Auftritt) zu grämen.
“Ich erwarte nicht nur den Einzug ins Halbfinale, sondern auch eine souveräne Vorstellung. Schließlich spielen wir zwei Klassen höher als Langenhahn”, stellt SVE-Cheftrainer Mario Basler vor dem Duell beim aktuellen 15. der Rheinlandliga, der SG Langenhahn-Rothenbach, klar. Für die Sportgemeinschaft aus dem Oberwesterwald ist es das “Topspiel des Jahres” wie der Homepage des Klubs (www.sglangenhahn-othenbach.de) zu entnehmen ist. “Meines Wissens ist es das erste Mal, dass wir uns mit einem Regionalligisten in einem Pflichtspiel messen können”, ergänzt Klaus Klöckner, Fußballabteilungsleiter, Schatzmeister und Mäzen der SG in Personalunion.
1972 schlossen sich die Klubs aus Langenhahn und Rothenbach bereits zu einer “Spielgemeinschaft” zusammen – und setzten 1992 zum Höhenflug an. Binnen acht Jahren ging es von der B-Klasse in die Verbandsliga. Dieser gehört man seitdem an und ist hinter dem TuS Oberwinter der zweitdienstälteste Klub in der höchsten Spielklasse des Fußballverbandes Rheinland. Vor dreieinhalb Jahren schlossen sich die vormals eigenständigen Klubs zu einer “Sportgemeinschaft” zusammen.
Im 1100-Einwohner-Dorf Langenhahn fiebert man dem Match gegen die Eintracht entgegen. “Basler gegen Born und Weber” titelte die “Westerwälder Zeitung” in der Vorwoche in dicken Lettern in Anspielung auf das “Duell” von “Super Mario” mit dem Trainerduo der SG, das im Laufe der Hinrunde Coach Stephan Zorn abgelöst hatte. Wie viel Besucher auf den Langenhahner Hartplatz kommen, ist für Fußballchef Klöckner nur schwer abzuschätzen: “Zwischen 400 und 1000 halte ich alles für möglich. Jedenfalls sind wir gerüstet.” Rund 60 Helfer werden am Eintritt, an den Getränke- und Essensständen, als Ordner oder Parkplatzeinweiser im Einsatz sein.
Dass auf einem Hartplatz gespielt wird, ist nach Angaben von Klaus Klöckner “nicht etwa ein Trick von uns, sondern die einzige Möglichkeit, die sich uns bietet”. Lieber hätte Mario Basler natürlich auf dem Rasenplatz im benachbarten Rothenbach gespielt. Nur: Dort ist kein Flutlicht vorhanden. Und der Rasen im benachbarten Westerburg ist gesperrt.
Auf der “roten Erde” gibt es ein Wiedersehen mit einem Ex-Eintrachtler: Nihad Mujakic kickte in der Rückserie der 2006/07er Oberligarunde an der Mosel. Besser gesagt: versuchte es. Chronische Achillessehnenbeschwerden legten den heute 32-jährigfen Bosnier mit tiefen Westerwälder Wurzeln aber permanent auf Eis. Seit 1. November soll Mujakic (früher unter anderem für die Sportfreunde Siegen und die TuS Koblenz in Liga drei aktiv) mithelfen, den Klassenverbleib in der Rheinlandliga zu schaffen. An einen Erfolg gegen den SVE mag im Lager der Sportgemeinde keiner so recht glauben. Fußballchef Klöckner spricht immerhin von “einer Minimalchance, die man im Pokal als Außenseiter immer hat”…
Der Sieger dieser Viertelfinalpartie trifft am 14./15. April auf den Gewinner der Begegnung SV Konz (Bezirksliga) gegen TuS Oberwinter (Rheinlandliga)

Anreise nach Langenhahn: A48 bis Abfahrt Montabaur, dann Richtung Norden etwa 20 Kilometer die B255 fahren (ca. 170 Kilometer von Trier aus)

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