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“Sebastian bekommt die Chance, auf die er gewartet hat”

Auch der Ausfall von Torwart Assen Alexov kann Mario Basler, Cheftrainer des SV Eintracht Trier 05, nicht aus der Fassung bringen: Nachdem sich mit dem 21-jährigen Winter-Neuzugang Torwart Nummer drei verletzt hat (Einriss im Adduktorenbereich), muss nun Sebastian Dahm im Auswärtsspiel am Freitag, 19 Uhr, bei Preußen Münster zwischen die Pfosten. “Sebastian bekommt jetzt die Chance, auf die er so lange gewartet hat”, sagt Basler – und ist fest davon überzeugt, dass der etatmäßige Keeper der Eintracht-U23 in der Bezirksliga die Feuertaufe im Preußen-Stadion besteht: “Er hat gut trainiert und wird sicher auch die nötige Unterstützung von seinen Teamkollegen bekommen.” Dahm (19) selbst ist “natürlich schon irgendwo nervös”, wie er zugibt. Dennoch brennt er auf seinen ersten Regionalligaeinsatz – “noch dazu in Münster. Das ist ganz klar der bisherige Höhepunkt meiner Laufbahn”.
Ausfallen wird beim SVE in der Partie beim Tabellensiebten der gelb-rot-gesperrte Michael Dingels. Für ihn dürfte Lars Schäfer in die Startformation rücken – sofern er nach überstandener Magen-Darm-Grippe kräftemäßig wieder auf dem Berg ist. Taktisch plant Coach Basler, “eventuell etwas defensiver aufzutreten, als zuletzt gegen Worms”. Möglich also, dass das Mittelfeld etwas defensiver strukturiert ist. In Münster, so Basler, habe man “rein gar nichts zu verlieren” und könne mit viel Selbstvertrauen beim SC Preußen antreten. Der Deutsche Vizemeister von 1951 habe “einen Etat, der zwei oder drei Mal so hoch ist wie unserer. Sie wollten unbedingt aufsteigen und sind jetzt nur im Mittelfeld der Tabelle”. Sein Team könne nach den beiden Siegen in Cloppenburg (2:1) und gegen Worms (2:0) unbeschwert aufspielen. Der Vorsprung auf die Abstiegsplätze beträgt inzwischen neun Punkte, der angestrebte Klassenverbleib kann (wohl) frühzeitig sicher gestellt werden.
In Münster geht man unterdessen desillusioniert in den weiteren Saisonverlauf. Nach nur einem Sieg aus den vergangenen sieben Spielen bekennt Trainer Roger Schmidt: “Der Druck ist weg. Vielleicht spielen wir jetzt wieder befreiter.” Seine Mannschaft müsse jetzt den negativen Trend stoppen und wieder eine vernünftige Leistung abliefern. “Ein Sieg wäre das richtige Signal”, unterstreicht auch Teammanager Carsten Gockel. Eine Premiere gibt es am Freitag gegen die Eintracht in Münster zu feiern: Ein Teil der neuen (und in der Bauphase gleich zwei Mal eingestürzten) Tribüne kann jetzt benutzt werden, bevor sie Mitte Mai komplett fertig gestellt sein wird.

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