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Knappe Niederlage beim Herbstmeister

Am Sonntagnachmittag besiegt der 1. FCK II Eintracht Trier vor 486 Zuschauer im Fritz-Walter-Stadion mit 1:0. Die Niederlage des SVE war mehr als unglücklich, dominierte die Mannschaft von Mario Basler doch über 70 Minuten die Partie, vergaß jedoch wieder einmal das Tore schiessen.

Die Partie begann ohne lange Abtastphase, Lautern spielte enorm aggressiv und setzte Trier direkt unter Druck. Die mit zahlreichen Bundesliga-erfahrenen Akteuren wie Abel, Lamprecht und Reinert angetretenen Roten Teufel gingen folgerichtig nach bereits sechs Minuten in Führung. Der erstmals von Anfang an spielenden Hesslein konnte Stachnik nicht am Kopfball hindern und so stand es 1:0 für die Gastgeber. Danach übernahm Trier langsam das Kommando und Senesie hatte die erste Chance zum Ausgleich, doch Riederer kann den Schuss aus 11 Metern gerade noch um den Pfosten drehen. In der 17.Minute versiebt dann Risser die nächste hundertprozentige Torchance: von Müller mustergültig bedient schießt der Namibier Torwart Rieder aus 5 Metern an, den Abpraller kann Hartung ebenfalls nicht verwerten. Fünf Minuten später streicht ein Schuß von Risser um Zentimeter am FCK-Gehäuse vorbei und wieder fünf Minuten später vergibt Schulz aus spitzem Winkel. Schäfer vergibt die letzte Chance vor der Pause als er einen wunderschönen Cinar-Pass allein vorm FCK-Gehäuse nicht unter Kontrolle bringen kann. Unrühmlicher Höhepunkt dieser ersten Halbzeit ist dann das brutale Foul von Abel, der Hartung vom Platz tritt und lediglich Gelb für diese dunkelrote Aktion sieht.

In Halbzeit zwei macht Trier genau da weiter, wo man vor der Pause aufgehört hatte. Kaiserslautern kann sich gar nicht mehr aus der eigenen Hälfte befreien, doch der mehr als verdiente Ausgleich will einfach nicht fallen. Die 400 Trierer unter den 486 Zuschauern sehen eine dominierende Eintracht, die aber einfach zu viele Chancen ungenutzt lässt. So scheitert der eingewechselte agile Wittek alleine vor Riederer, nachdem er zwei Lauterner wie Slalomstangen stehengelassen hatte und auch Schulz und zweimal Risser per Fuß und Kopf scheitern am überragenden Riederer. Der FCK findet bis zur 80.Minute überhaupt nicht statt. Erst als Trainer Basler auf Dreierkette umstellt und mit Fuhs den vierten Stürmer bringt, hat der FCK Konterchancen. Die größte vereitelt der an diesem Nachmittag nahezu beschäftigungslose Trierer Torwart Schneider in der 84.Minute, als er einen Reinert-Schuß pariert. Als Touré mit einem sehenswerten Volleyschuß am Teufelskerl Riederer scheitert, ist die Partie gelaufen. Die hektischen Schlußminuten bringen nur noch eine rote Karte für Touré, der seinen Gegenspieler weggestoßen hatte, nachdem eine klare Tätlichkeit gegen Cinar vom teilweise völlig überforderten Schiedsrichter Ostheimer nicht geahndet wurde.

Kaiserslautern gewinnt mehr als glücklich sein Spiel gegen Trier mit 1:0 und ist damit Herbstmeister der Regionalliga West. Der SVE war über die gesamte Spielzeit zwar die überlegene Mannschaft, scheiterte jedoch immer wieder am glänzend aufgelegten FCK-Schlußmann Riederer oder am eigenen Unvermögen und bringt sich so um den verdienten Lohn. Denn wie lautet die alte Fussball-Weisheit: das Auslassen klarster Torchancen rächt sich immer.

1. FC Kaiserslautern: Riederer; Kaldirim, Correia, Abel, Lamprecht; Gross, Neubauer, Reinert (89. Jemmely), Klinger, Akcam; Stachnik.

Eintracht Trier: Schneider; Rakic, Cinar, Hesslein, Schäfer (83. Fuhs); Schulz, Senesie (52. Wittek), Lacroix, Hartung (45. Toure); Müller, Risser

Tore: 1:0 (6.) Stachnik

Gelbe Karten:
Abel (41., Foul), Reinert (74., Unsportlichkeit); Hesslein (7., Foul), Rakic (45., Foul).

]Rote Karte: Tourè (91., Foul)

Schiedsrichter: Lothar Ostheimer

Zuschauer: 486

Stimmen zum Spiel

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