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Niederlage zum Saisonauftakt

Eintracht Trier legte am Freitagabend einen Fehlstart in die neue Saison hin. Vor 800 Zuschauern – davon rund 300 mitgereiste SVE-Fans – verlor das Team von Trainer Werner Weiss gegen die U23 des 1.FC Köln mit 2:0. Aufgrund einer schwachen ersten Halbzeit der Trierer war der Sieg für Köln verdient.

Enttäuschung machte sich unter den zahlreichen Trierern im Franz-Kremer-Stadion in Köln nach dem Abpfiff breit. Mit großen Hoffnungen war die Regionalligatruppe des SVE nach der Klasseleistung im DFB-Pokal gegen Berlin nach Köln gefahren und fand sich nach 90 insgesamt schwachen Minuten in der harten LIga-Realität wieder.

Das Spiel begann mit einer 15-minütigen Abtastphase, in der man der Eintracht die Nervosität in allen Belangen anmerken konnte. Köln ergriff als erste Mannschaft die Initiative, große Chancen blieben jedoch in der ersten Halbzeit auf beiden Seiten Mangelware. Dennoch waren die Geißböcke das aktivere und aggressivere Team und kaufte der Eintracht schnell den Schneid ab. Bei Trierer ging 45 Minuten gar nichts – lediglich Müller mit einem Kopfball und Schulz mit zwei gefährlichen Schüssen aus der zweiten Reihe konnten so etwas wie Gefahr fürs Kölner Tor heraufbeschwören. Die Domstädter machten es besser: nach einer Ecke markiert der völlig ungedeckte Cullmann per Kopf die verdiente Führung für den FC (22. Minute). Köln taucht noch zweimal gefährlich im ersten Abschnitt vor dem SVE-Gehäuse, das von Pero Miletic gehütet wird, auf. Mehr als ein Pfostenschuss durch Laux (37.) springt vor der Pause nicht mehr heraus.

In der zweiten Hälfte reisst Trier die Initiative an sich, jedoch bleiben nennenswerte Torchancen Mangelware. Lediglich bei Standardsituationen ist der SVE gefährlich. So streicht ein Freistoss von Wittek nur Zentimeter am Torpfosten vorbei (63.). Die beiden großen Aufreger in dieser Halbzeit gehen auf das Konto des schwachen Schiedsrichters Frank: Zuerst verlegt er ein elfmeterwürdiges Foul an Wittek aus dem Strafraum heraus und verwehrt der Eintracht einen klaren Elfmeter, danach scheut sich der Referee vor der konsequenten Entscheidung, dem Kölner Schlußmann die rote Karte zu zeigen, nachdem dieser per Hand vor dem Sechzehner eine hundertprozehntige Torchance des SVE zu nichte gemacht hatte. Stattdessen gibt Frank nur gelb – die zweite krasse Fehlentscheidung dieses Spiels.
Köln hat sich in der zweiten Hälfte komplett zurückgezogen und lauert auf Konter. Diese Taktik ging in der 82. Minute auf: Hartmann verwertet einen schnellen Gegenstoß der Geißböcke zum 2:0 – das war die Entscheidung.

Eintracht Trier muss sich den Vorwuf gefallen lassen, vor allem in der ersten Halbzeit nicht genug ins Spiel investiert zu haben. Alle Tugenden, die den SVE noch im DFB-Pokal ausgezeichnet hatten – Laufbereitschaft, Aggressivität und spielerische Dominanz – waren in diesem Spiel zunächst wie weggeblasen. In der Druckphase in der zweiten Hälfte offenbarte sich dann das bekannte Offensivproblem erneut: zu harmlos agierten die Trierer vor dem Kölner Tor und konnten das Spiel nicht mehr drehen.

Am kommenden Samstag hat das Team von Werner Weiss die Chance zur Wiedergutmachung: mit dem SC Verl stellt sich ein alter Bekannter aus vergangenen Regionalligazeiten vor, der mit einem 2:2 gegen die hoch eingeschätzten Talente von Bayer Leverkusen in die Saison gestartet ist. Hier ist ein Sieg Pflicht, um einen kompletten Fehlstart abzuwenden. Dass die Mannschaft Fussball spielen kann, hat sie gegen Berlin eindrucksvoll bewiesen – jetzt ist der Nachweis in der Liga gefordert!

1. FC Köln II: Müller – Kesimal, Schwellenbach, Cullmann, Parensen – Kraus, Nottbeck (81. Matuschyk), Niedrig, Laux – Hartmann (88. Bouallal), Temür (68. Bahcecioglu)

Eintracht Trier: Miletic – Dingels, Cinar, Lacroix, Rakic – Hartung, Schulz – Schäfer (70. Risser), Wittek, C. Müller – Hentschke

Tore: 1:0 Cullmann (22.), 2:0 Hartmann (82.)

Schiedsrichter: Thomas Frank

Zuschauer: 800

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