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Unentschieden mit Rumpfelf

Am Freitagabend erkämpfte sich Eintracht Trier beim FK Pirmasens mit dem letzten Aufgebot vor 750 Zuschauern ein 1:1 Unentschieden. Trainer Werner Weiss musste auf ein halbes Dutzend Stammspieler verzichten, zum Glück hielten die angeschlagenen Hentschke, Torschütze Dingels, Milak, Kühne und Rakic durch.

Einen Punkt gewonnen oder zwei verloren? Diese Frage ist nach dem Auswärtsspiel des SVE in Pirmasens nicht so einfach zu beantworten. Auf der einen Seite waren die Trierer über das gesamte Spiel feldüberlegen, auf der anderen Seite hatte der FKP gerade in der ersten Halbzeit gute Konterchancen. Dennoch hätte Kühne den sicherlich nicht unverdienten Siegtreffer fast gemacht – doch der Pfosten rettete für die Pfälzer.

Eintracht Trier kam nur schwer in die Partie. Nachdem neben den Langzeitverletzten Traore, Hesslein und Bradasch auch Kapitän Wittek ebenfalls noch nicht einsatzfähig war, mussten auch Hartung und Lacroix wegen einer fiebrigen Erkältung kurzfristig passen. Daneben waren Hentschke (Bänderriss), Rakic (Erkältung), Dingels (Oberschenkel), Milak (Fersenprellung) und Kühne ebenfalls angeschlagen ins Spiel gegangen. Keine guten Vorzeichen also für den angestrebten dreifachen Punktgewinn in Pirmasens. Der FKP versuchte mit dem traditionellen Mittel der meisten Mannschaften in der Oberliga gegen Trier zum Erfolg zu kommen: hinten Beton und vorne hilft der liebe Gott. Oder Akram abdel Haq – der beste Mann der Pirmasenser in diesem Spiel. Und die Taktik schien aufzugehen: in der 10.Minute verhinderte der Pfosten die Führung der Pfälzer. Nach 25 Minuten konnte sich Trier dann besser in Szene setzen und Dominik Müller scheiterte per Kopf 3 Meter vor dem Tor an Steigelmann. Kurz vor der Pause dann nochmal Pirmasens, aber Schneider ist auf dem Posten und kann den Schuss von Scherschel abblocken. Mit einem zur Halbzeit gerechten 1:1 ging es in die Pause.

Nach der Pause erhöhte Trier den Druck und Dingels köpfte nach einer Ecke zum 1:0 ein (50.). Aber der Jubel währte nicht lange: praktisch im Gegenzug konnte der FKP ausgleichen. Der nur 1,65m große Abdel Haq konnte nach einem haarsträubendem Stellungsfehler der SVE-Defensive per Kopf ausgleichen. Der SVE erhöhte danach nochmal die Schlagzahl, tat sich aber gegen die Pirmasenser Betonabwehr schwer. Dennoch hätte es zum Auswärtsdreier reichen können: Kühne köpft an den Pfosten und der Abpraller springt unerreichbar für den lauernden Hentschke, der heute trotz seines Bänderrisses im Fuß als Kapitän eine starke Leistung bot, zurück ins Feld. Nach 90 Minuten pfiff der nicht immer sichere Schiedsrichter Kollcaku etwas zu früh ab und es blieb beim insgesamt leistungsgerechten 1:1.

Trier schaffte es, die vielen Ausfälle zu kompensieren, war aber schlussendlich spielerisch nicht stark genug um das Spiel gegen eine tapfer kämpfende Pirmasenser Mannschaft zu entscheiden. Trotzdem kann der Auswärtspunkt in der Endabrechnung durchaus noch wertvoll werden.

Am kommenden Dienstag steht das Spiel gegen den 1.FC Kaiserslautern an, der mit einem Punkt Vorsprung den zweiten Tabellenplatz belegt. Sollten bis dahin einige Leistungsträger wieder fit werden und ins Team zurückkehren können, kann mit einem Heimsieg gegen eine direkten Konkurrenten ein großer Schritt in Richtung Regionalliga getan werden.

Eintracht Trier:
Schneider – Kühne, Dingels, Malchow, D.Müller – Rakic, D. Müller, Krause, C.Müller, Schottes – Milak (66. Schäfer), Hentschke

Schiedsrichter: Bekim Kollcaku

Zuschauer: 750

Tore: 1:0 Dingels (50.), 1:1 Abdel Haq (52.)

[url=http://de.youtube.com/watch?v=_xGUGzTEirg]Spielbericht (VIDEO) (Link zu www.youtube.com)[/url]

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