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Nullnummer im Moselstadion

Am Freitagabend trennen sich Eintracht Trier und der FK Pirmasens vor 2095 Zuschauer torlos 0:0 Unentschieden. In einer von Taktik geprägten Partie hatte Trier zwar die besseren Chancen, blieb aber erneut vor dem Tor zu harmlos und verschenkte zwei Punkte gegen einen FKP, der in dieser Form sicherlich nichts mit dem Aufstieg zu tun haben dürfte.

Enttäuschung machte sich unter den knapp 2000 Trierern im Moselstadion nach dem Abpfiff breit, während die etwa 100 mitgereisten Pirmasenser den Punkt für ihr Team feierten. In 90 schwachen Oberliga-Minuten schaffte es Trier auch diesmal nicht, einen defensiv eingestellten Gegner zu besiegen und aus den wenigen guten Torchancen Kapital zu schlagen.

Zu Beginn des Spiels sah das alles noch ein bisschen anders aus: Trierer startete druckvoll ohne sich jedoch hochkarätige Chancen herausarbeiten zu können. Die verletzten Bradasch und Wittek fehlten an allen Ecken und Enden, Christian Müller war in der Rolle des Spielgestalters völlig überfordert. Das Spiel verflacht zusehends, vom Gast aus Pirmasens war überhaupt nichts zu sehen. Der 0:0-Halbzeitstand spiegelte das Geschehen auf dem Platz wieder: der FKP igelte sich ein und Trier konnte das Abwehrbollwerk der Schuhstädter nicht knacken.
Wer gedacht hatte in der zweiten Halbzeit würde sich etwas ändern, der sah sich getäuscht. Zunächst ging alles wie gehabt weiter. Die Partie wurde jedoch härter und Bdzucha hatte Glück, als er für eine dunkelrotwürdige Aktion nur die gelbe Karte sah: der Pirmasenser hatte mit gestreckten Beinen voran Lars Schäfer umgesenst, nachdem der Ball schon lange weg war. Ab der 64. Minute brachte dann Malik Traore frischen Wind in die zaghaften Angriffsbemühungen des SVE und Trier kam prompt zu Chancen, doch der Abschluss blieb ein Problem im Trierer Spiel. So köpfte Dingels in der 67. Minute nach einem Eckball freistehend drüber und eine schöne Kopfballablage von Hentschke konnte niemand verwerten (70.). Pirmasens lauerte derweil auf Konter, doch beim einzigen halbwegs gefährlichen Torschuß der Gäste war Schneider zur Stelle: Burch hatte es aus spitzem Winkel mit einem harmlosen Flachschuss versucht, der durch die Trierer Abwehr rutschte (77.Minute). Fünf Minuten später hätte die Eintracht dann den Sack zumachen müssen: der agile und stets bemühte Alen Milak vergab die 100-prozentige Torchance zum Siegtreffer. Der Luxemburger brachte das Kunststück fertig den Ball aus drei Metern freistehend neben das leere Tor zu köpfen. Danach passierte nicht mehr viel und Schiedsrichter Schmidt pfiff nach 90 enttäuschenden Minuten ab.

Trier muss sich erneut den Vorwurf gefallen lassen gegen einen harmlosen Gegner nicht genug Druck und Tore gemacht zu haben. Das Angriffsspiel fand ohne Bradasch und mit einem angeschlagenen Wittek so gut wie nicht statt. Die Abwehr hingegen stand sicher, wurde aber in diesem Spiel nie ernsthaft gefordert. Der SVE kann den 9-Punkte-Abstand auf Pirmasens wahren und muss in der kommenden Woche bei der Zweitvertretung des 1.FC Kaiserslautern antreten. Das für Freitagabend angesetzte Spiel wird aller Voraussicht nach verlegt und erst am Montag, den 29.10.07 stattfinden.

SV Eintracht Trier 05:
Schneider – Rakic, Malchow, Lacroix, Dingels (73. Hesslein) – Hartung, D.Müller (73. Wittek), C.Müller, Schäfer (64. Traore) – Milak, Hentschke

Tore: Fehlanzeige

Zuschauer: 2095

Schiedsrichter: Klaus-Peter Schmidt

[url=http://youtube.com/watch?v=_XgbHz0qMN4]Spielbericht (VIDEO) (Link zu www.youtube.com)[/url]

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