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Geschichte

1905-1947

Die frühen Jahre (1905-1947)

Gründerjahre (1905-1920)

1905-1947

Gegründet wurde der damalige „Trierer Fußball-Club 1905“ am 11. März 1905 von 13 Fußball begeisterten jungen Leuten, die sich unter der Schirmherrschaft einiger Trierer Geschäftsleute, wie Ernst Vent und Ferdinand Mohr, zusammenfanden. Gespielt wurde die ersten Jahre auf dem Palastplatz vor dem Kurfürstlichen Palais, wo noch vor und nach jedem Spiel die Torstangen auf- und abgebaut werden mussten. Das erste Heimspiel des TFC 05 war gegen den FC „Germania“ Saarbrücken, ironischerweise der neu gegründete Fußballverein des nach Saarbrücken abgewanderten Ernst Vent. Die Saarländer besiegte man am 10. September 1905, auf dem Platz an der Hornkaserne mit 12:0.

Im Jahre 1911 wurde der TFC 05 in „Sportverein Trier 05“ umbenannt und öffnete seine Pforten auch für andere Sportarten. Der Fußball stand allerdings nach wie vor an erster Stelle. Als Mosel-Bezirksmeister spielte man in den Jahren 1912 und 1913 sogar international, gegen Mannschaften aus London und Paris.

Erste Fusionsversuche (1921-1929)

Mit der Gründung des TFC 05 wurde in Trier ein wahrer Fußball-Boom ausgelöst. Mindestens zehn weitere Trierer Mannschaften entstanden in dieser Zeit. Auch ein Verein namens „SV Eintracht Trier 06“ entstand 1921 aus einer Fusion der „Vereinigten Rasenspieler 06“ mit dem „SV Alemannia Trier 09“. Des Weiteren versuchte man zu Beginn der zwanziger Jahre diese fußballerischen Kräfte der Stadt Trier noch mehr zu bündeln. Doch dieses Vorhaben scheiterte, weil viele Vereine nicht bereit waren persönliche Interessen dem Wohl des Trierer Fußballs unterzuordnen.

Unser Moselstadion (1930-1945)

Als der SV Trier 05 im Jahre 1930 seinen Namen zu „Sportverein Westmark Trier 05“ erweiterte, wurde im gleichen Jahr die Sportanlage “Auf der D’ham” (Moselstadion) vom damaligen Oberbürgermeister Dr. Weitz feierlich eingeweiht. Diese für damalige Verhältnisse riesige Anlage besaß unter anderem fünf Fußballfelder, davon eins mit 840 Sitz- und 7000 Stehplätzen und ein weiteres mit 5000 Stehplätzen. Zu dieser Zeit trugen der SV Westmark Trier 05 und der SV Eintracht Trier 06 seine Spiele als Rivalen vor großer Kulisse aus.

Nachkriegsjahre (1946/1947)
Aus politischen Gründen wurde nach dem zweiten Weltkrieg der „Westmark“-Zusatz des SV Trier 05 wieder gestrichen und der Spielbetrieb konnte nach langen Kriegsjahren und trotz französischer Besatzung fortgesetzt werden. Am 12. Mai 1946 gab es das erste Derby zwischen besagten 05ern und dem SV Eintracht Trier 06 (Endstand 4:3).

1948-1972

Es geht aufwärts (1948-1973)

„SV Eintracht-Trier 05“ (1948)

Am 5. März 1948 war es nun endlich soweit und der Fusionsvertrag der beiden größten Trierer Fußballvereine, dem SV Trier 05 und dem SV Eintracht Trier 06, wurde unterzeichnet. Der „SV Eintracht-Trier 05“ war entstanden!

Oberliga Südwest (1948-1962)

1948-1962

Nach der sportlichen Fusion schaffte die Trierer Eintracht den Sprung in die Oberliga Südwest, der damals höchsten deutschen Spielklasse. Aus dieser Zeit stammen Erinnerungen an legendäre Spiele gegen den 1. FC Saarbrücken, den FK Pirmasens, Wormatia Worms, den TUS Neuendorf und den 1. FC Kaiserslautern. Damals kamen zu diesen Derbys weit mehr als 20000 Zuschauer ins Trierer Moselstadion. Nach 14 sehr erfolgreichen Jahren stieg man in der Saison 61/62 in die 2. Liga Südwest ab. Grund dafür war der Abschied vieler sehr erfolgreicher Eintracht-Spieler aus der Moselmetropole, wie Elmar May und Paul Pidancet, die nicht ersetzt werden konnten.

Regionalliga Südwest (1963-1973)

1963-1973

Doch der Eintracht gelang schon in der darauf folgenden Spielzeit der sofortige Wiederaufstieg in die damals neu gebildete Regionalliga Südwest. Sportliche Erfolge blieben in den kommenden Jahren nicht aus. 10000 und mehr Zuschauer waren keine Seltenheit im Stadion an der Mosel. Doch viele Spieler-Abgänge aus dieser erfolgreichen Zeit konnten nicht kompensiert werden. Zudem geriet der Verein Ende der sechziger Jahre in arge finanzielle Schwierigkeiten. Der Abstieg in die Rheinlandliga im Jahr 1973 war die logische Konsequenz aus diesen turbulenten Vereinsjahren.

1973-1980

Der Weg hin und wieder zurück (1973-1981)

Rheinlandliga (1973-1976)

Zum ersten Mal war die Eintracht nur noch drittklassig. Doch der Aufstieg in die 2. Bundesliga sollte nicht lange auf sich warten lassen. Nach dem verlorenen Entscheidungsspiel zur Aufstiegsrunde in der Saison 1974/75 gegen die Eintracht Bad Kreuznach, schaffte der SVE im darauf folgenden Jahr den Aufstieg in die damalige 2. Bundesliga, dank eines 5:4-Siegs gegen Wormatia Worms.

2. Bundesliga (1976-1981)

1976-1981

Trotz einiger sportlicher Hochs und Tiefs schlug sich die Eintracht in den folgenden Jahren recht gut. Doch die Qualifikation für die ab der Saison 1981/82 geplante eingleisige 2. Bundesliga sollte dem SVE wider Erwarten nicht gelingen. Nur ein Punkt fehlte den Moselanern am Ende. Die erneute Drittklassigkeit war die traurige Folge dieser sonst so erfolgreichen Bundesligazeit.

1981-2001

„Dies Joahr steiste up“ (1981-2002)

Drittklassigkeit (1981-2002)

1981-2002

21 lange Jahre hat es gedauert bis die Eintracht wieder in den Profifußball zurückkehren durfte. Drei mal konnte man die deutsche Amateurmeisterschaft feiern. Doch entscheidende Aufstiegsspiele gingen oft in entscheidenden Momenten verloren. Auch die Saison 2000/2001 wird noch vielen im Gedächtnis sein. Hier verpasste man unter Trainer Paul Linz am letzten Sieltag, mit einer Niederlage gegen die Amateure des VfB Stuttgart, nur ganz knapp den Aufstieg. Doch der Erfolg ließ nur ein Jahr auf sich warten. Schon am vorletzten Spieltag konnte der Einzug in die 2. Bundesliga mit einem Sieg gegen die TSG Hoffenheim gesichert werden.

Unvergessliche Momente gab es für Eintracht Trier auch in vielen DFB-Pokalspielen. So erreichte man in der Saison 1997/98 das Halbfinale, nachdem man in den Runden zuvor Mannschaften, wie den FC Schalke 04 und Borussia Dortmund aus dem Rennen warf. Auch in der Saison 1999/2000 konnte man nach Siegen gegen den Karlsruher SC und den TSV 1860 München den Einzug ins Viertelfinale des DFB-Pokals feiern.

1981-2002

2002-2004

„Zweite Liga, wir kommen!“ (2002-2005)

2. Bundesliga (2002-2005)

2002-2005

Endlich wieder im Profifußball vertreten, schaffte es die Trierer Eintracht, sich in ihrer ersten Zeitliga-Saison, als bester Aufsteiger, einen sehr guten siebten Platz zu sichern. Auch die Saison 2003/2004 wurde, nach einer phänomenalen Rückrunde, mit einem guten Platz zwölf abgeschlossen. Unvergessen aus dieser Zeit ist auch das knappe Scheitern nach Verlängerung, in der 3. DFB-Pokal-Hauptrunde der Saison 2004/2005, gegen den amtierenden Deutschen Meister Werder Bremen.

Doch in diesem dritten Zweitliga-Jahr geschah das, was sich zum 100-jährigen Vereinsjubiläum niemand wünschte. Man stieg am letzten Spieltag, wegen einer nur um ein Tor schlechteren Tordifferenz, in die Regionalliga Süd ab.

2005-2006

Die Talfahrt geht weiter (2005-2006)

Regionalliga Süd (2005/2006)

2005-2006

Nach dem unglücklichen Abstieg aus der 2. Bundesliga, setzte der Verein zu Beginn der neuen Saison auf die hervorragende Jugendarbeit im Verein. Doch trotz einiger gestandener Profis, wie unter anderem Harry Koch und Markus Lösch, die die junge Truppe verstärken sollten, schaffte man es nicht einen weiteren Abstieg zu verhindern. Noch vor dem letzten Spieltag stand fest, dass der SVE zum ersten Mal in seiner Vereinsgeschichte in der kommenden Saison nur noch viertklassig spielen wird.

2006-heute

„Ein neuer Anfang“ (ab 2006)

Oberliga Südwest (2006/2007)

2006-2007

Angekommen in der vierten Liga versuchte man mit neuer Besetzung (Trainer Roland Seitz und sportlicher Leiter Adnan Kevric wurden mit ins Boot geholt) und einer vollkommen neu formierten Mannschaft den direkten Wiederaufstieg in die Regionalliga Süd zu schaffen. Doch der Abgang von Roland Seitz, der ein Angebot aus der zweiten Liga annahm, konnte nicht kompensiert werden. Sowohl Marco Pezzaiuoli, als auch Adnan Kevric und Herbert Herres konnten die junge Truppe nicht wieder zurück auf die Erfolgsstraße bringen.

Mit Werner Kartz als sportlicher Leiter und Werner Weiß als neuer Trainer soll in der kommenden Saison mindestens der vierte Platz und damit die Qualifikation zur neuen Regionalliga geschafft werden. Tatkräftig unterstützt werden sie hierbei auch vom neu formierten Vorstand Alfons Jochem, Ernst Wilhelmi und Harry Thiele. Denn eins ist sicher, ein Traditions-Verein wie Eintracht Trier wird alles tun, um in Zukunft wieder sportliche Erfolge, zusammen mit seinen den Fans feiern zu können!

Oberliga Südwest/Saison (2007/2008)

Der neu verpflichtete Trainer Werner Weiß erwies sich nach der turbulenten letzten Spielzeit als der richtige Mann am richtigen Ort: Die Eintracht kam unter dem Saarländer zu Beginn der Saison zu acht Siegen aus acht Spielen. Damit war der Grundstein für eine erfolgreiche Oberliga-Runde gelegt. Und in der Tat: Einigen (kleinen) Schwächephasen zum Trotz gelang dem SVE 05 bereits ein Spieltag vor Schluss die angestrebte Regionalliga-Quali: Am 24. Mai wurde vor über 3500 Zuschauern im Moselstadion mit dem 5:0 über Bad Kreuznach bereits ein Spieltag vor Schluss alles klar gemacht, am Ende belegte die Eintracht Platz vier. Das Double wurde mit dem Rheinlandpokalsieg perfekt gemacht: Am 4. Juni gab es vor rund 2000 Zuschauern in Salmrohr ein 2:0 nach Verlängerung über die Zweitliga-Reserve der TuS Koblenz. Seit Mai 2008 amtiert der aktuelle Vorstand – mit Ernst Wilhelmi, Harry Thiele und Robert Bläsius als gleichberechtigtem Dreierteam.

Regionalliga West/Saison (2008/2009)

Wichtige Personalentscheidung: Obwohl der Verein nicht gerade auf Rosen gebettet war, wurde mit dem früheren Eintracht-Spieler Reinhold Breu erstmals ein hauptamtlicher Jugendkoordinator verpflichtet, der schnell (neue und nachhaltige) Strukturen schaffen sollte. In der neuen Regionalliga West lief es für die Mannschaft zu Beginn gar nicht rund. Nach 0:7 Toren aus drei Spielen und nur einem mageren Punkt wurde der glücklose Trainer Werner Weiß beurlaubt. Anfang September dann der Paukenschlag: Die Verantwortlichen konnten Mario Basler von der TuS Koblenz loseisen und ihn zunächst als Cheftrainer und wenige Wochen später nach dem Abgang von Werner Kartz zudem als Sportlichen Leiter gewinnen.

Der langjährige Bundesligastar und 30-fache Nationalspieler führte den SVE schnell aus dem Tabellenkeller. Als Elfter ging die Eintracht in die Winterpause.

Auch in der Rückserie lässt die Eintracht unter Basler nichts mehr anbrennen und hat schon Wochen vor Saisonschluss den Klassenverbleib gesichert. In der Abschlusstabelle belegt der SVE mit 41 Punkten und einem Torverhältnis von 37:51 den 13. Platz. Im Finale um den Bitburger-Rheinlandpokal gelingt am 10. Juni im Polcher Maifeldstadion ein hart erkämpftes 2:0 nach Verlängerung gegen den Oberligisten SV Rossbach/Verscheid. Zum „Pokalhelden“ vor 2400 Fans avanciert Gustav Schulz mit seinen beiden Treffern. Damit gelingt dem SVE insgesamt der neunte Cup-Sieg und der dritte in Serie.

Regionalliga West/Saison (2009/2010)

Nur sieben Siege, acht Remis und nicht weniger als 19 Niederlagen standen am Ende der Saison 2009/10 für den SVE 05 in der Regionalliga West zu Buche – 18. und letzter Platz. Abstieg! Jedoch nur sportlich. Da mit Waldhof Mannheim, dem Bonner SC und Rot-Weiss Essen gleich drei Klubs die wirtschaftlichen Bedingungen für die neue Runde nicht erfüllen konnten und beim Lizenzierungsverfahren durchs Sieb fielen, konnte im Lager der Blau-Schwarz-Weißen wenige Tage nach dem Saisonfinale gegen den 1. FC Kaiserslautern II (0:3 am 29. Mai) doch noch der Klassenverbleib gefeiert werden.

Drei Trainer verschliss der SVE in jener Saison. Unter Basler wurde zunächst nicht nur rauschenden Feste im DFB-Pokal gefeiert (nach Erfolgen über Bundesligist Hannover 96, 3:1 und Zweitligist Arminia Bielefeld, 4:2 nach Verlängerung schied man erst im Achtelfinale gegen den 1. FC Köln, 0:3, aus), sondern auch in der Liga lief es anfangs gut bis sehr gut: Zweiter Platz nach acht Runden, siebter Platz nach der Vorrunde.

Als im ersten Match nach der Winterpause Fortuna Düsseldorf II leicht und locker mit 3:0 im Moselstadion triumphieren konnte, wurde Basler beurlaubt. Den Abwärtstrend konnten auch der aufgerückte Nachwuchskoordinator Reinhold Breu und ab Mitte April auch Roland Seitz nicht mehr stoppen. Ganze vier Remis waren die Positivausbeute in der Rückrunde. Immerhin durfte noch über den vierten Sieg im Bitburger-Rheinlandpokal gejubelt werden. Auf neutralem Platz in Emmelshausen gab es ein 2:1 gegen den Rheinlandligisten SpVgg Burgbrohl.

Regionalliga West/Saison (2010/11)

Lag der SVE Ende der 2009/10er Saison noch gänzlich am Boden und war eigentlich als Tabellenletzter sang- und klanglos aus der Regionalliga abgestiegen, schaffte Cheftrainer Roland Seitz im Jahr danach die vollkommene Wende. Der fast komplett generalüberholte Kader startete nach einer sehr gelungenen Vorbereitungsphase, in der man viel Selbstvertrauen tanken konnte, durch. Phasenweise rangierte der Traditionsklub von der Mosel sogar auf Platz eins. Unterm Strich musste man aber Preußen Münster, das über deutlich mehr finanzielle Mittel als die Trierer verfügte, den Vortritt lassen. Aber auch die Vizemeisterschaft (mit 62 Punkten) und der Sieg im Rheinlandpokal am 25. Mai erfüllten alle mit großem Stolz. Der Cup-Sieg war mehr als nur das i-Tüpfelchen unter eine starke Saison, in der der mit 15 Treffern erfolgreichste Torschütze Alban Meha (ging zum Zweitligisten SC 07 Paderborn) der alles überragende Mann auf Trierer Seite war. Schließlich wurde vor der Prachtkulisse von 4659 Zuschauern im Moselstadion der alte Rivale TuS Koblenz noch dazu sehr verdient mit 2:0 aus den Angeln gehoben. Der Pokalsieg brachte der wirtschaftlich nicht gerade auf Rosen gebetteten SVE auch Garantieeinnahmen von 150.000 Euro, die durch den Einzug in die erste Hauptrunde um den DFB-Pokal generiert werden können.

Regionalliga West /Saison (2011/12)

Nach vier Jahren war es schon wieder vorbei mit der „Herrlichkeit“ der dreigeteilten Regionalliga als vierthöchster deutscher Spielklasse. Zu hohe Anforderungen in technisch-organisatorischer Hinsicht, zu hohe wirtschaftliche Hürden, zu wenig Attraktivität bei teilweise sogar über der Hälfte zweiten Mannschaften von Profiklubs in den Staffeln Nord, Süd und West: All´ das hat den Deutschen Fußball-Bund zum Umdenken animiert. Ab der 2012/13 er Runde gibt es nun eine fünfgeteilte Regionalliga, der SVE findet sein sportliche Zuhause in der Südwest-Staffel.

Zum Ausklang landete die Eintracht auf Platz vier und hatte am Ende aus 36 Begegnungen 64 Punkte gesammelt. Zumindest bis kurz nach der Winterpause konnten die blau-schwarz-weißen Anhänge sogar vom Aufstieg träumen, nachdem es am 10. Dezember ein 3:2 beim Spitzenreiter VfL Sportfreunde Lotte gegeben hatte. Die 0:1-Heimniederlage am 28. Januar im Moselstadion gegen den Aufsteiger SC 07 Idar-Oberstein läutete dann aber eine schwache Phase ein. Unterm Strich waren sieben Pleiten auf eigenem Platz viel zu viel.

Der Pokal sorgte für positive und negative Ausreißer: Im DFB-Pokal gab es zunächst eine 2:1-Sensation über Zweitligist FC St. Pauli, dann lieferte sich das Team von Cheftrainer Roland Seitz in Runde zwei mit dem Bundesliga-Dino Hamburger SV einen großen Kampf und verlor nur hauchdünn mit 1:2 nach Verlängerung. Mit dem sechsten Gewinn des Bitburger-Rheinlandpokals wurde es aber nichts: Im Viertelfinale wurde zwar der vermeintlich dickste Brocken TuS Koblenz mit 1:0 aus dem Weg geräumt, im Halbfinale setzte es aber ein bitteres 2:3 beim Rheinlandligisten TuS Mayen.

Regionalliga Südwest /Saison (2012/13)

Platz fünf in der neu strukturierten Regionalliga Südwest und sehr souveräne Partien im Bitburger-Rheinlandpokal: Das sind die Fakten nach der 2012/13er Saison. Dass man in der Liga „nur“ bis zum vorletzten Spieltag um den zweiten Play-Off-Platz mitspielen konnte, hing vor allem wohl mit dem unsäglichen Verletzungspech zusammen. Fast die gesamte Rückrunde über musste Cheftrainer Roland Seitz auf fünf bis sechs Stammspieler verzichten – allen voran den nach der Saison zum Zweitligisten FSV Frankfurt abgewanderten Goalgetter Chhunly Pagenburg, der trotz monatelanger Fehlzeit am Ende mit 18 Treffern den zweiten Platz in der Torjägerliste hinter dem Koblenzer Jerome Assauer (20) belegte. Nach einem Zwischentief kurz nach der Winterpause kämpfte sich der SVE im Frühjahr noch einmal in beeindruckender Art und Weise heran, legte zwischenzeitlich eine Serie von acht ungeschlagenen Spielen hin, ehe es am 10. Mai eine mehr als unglückliche 1:2-Niederlage beim SSV Ulm 1846 gab. Im Pokal machten die Blau-Schwarz-Weißen die Schmach aus dem Vorjahr (2:3-Halbfinalniederlage beim Rheinlandligisten TuS Mayen) in beeindruckender Manier wett: Nach dem glatten 4:0 im Finale von Salmrohr standen unterm Strich sechs Zu-Null-Siege bei einem Torverhältnis von 29:0 zu Buche.

Regionalliga Südwest /Saison (2013/14)

Bis zur Winterpause hui – danach…: naja. So lässt sich die Regionalliga-Südwest-Saison 2013/14 aus Sicht des SV Eintracht Trier 05 zusammen fassen. Unter Cheftrainer Roland Seitz startete das Team mit der Porta auf der Brust nach der bitteren 2:3-Auftaktniederlage gegen den KSV Hessen Kassel durch, blieb anschließend bis zum 16. Spieltag ungeschlagen. Hier setzte es ein 0:2 im Moselstadion gegen den FC 08 Homburg. Anschließend wurde auch noch beim SC Freiburg II mit 1:3 verloren. Dass man zum Jahreswechsel doch noch auf enger Tuchfühlung zu den Play-Off-Plätzen war, ging auf das nachfolgende 3.0 gegen die SpVgg Neckarelz und das glanzvolle 6:1 in Kassel zurück. Trotz Trainingslager in der Türkei und guter Vorbereitung ging der Start nach der Winterpause aber mal wieder daneben. Vier Partien waren absolviert, da musste Coach Seitz seinen Hut nehmen – die Leistung beim 0:1 in Koblenz war alarmierend. Gerade vor dem letztlich im Elfmeterschießen gewonnenen Rheinlandpokalspiel an gleicher Stätte zweieinhalb Wochen später wollte der Vorstand einen neuen Akzent setzen. Nur rund zwei Monate später war Seitz´ Nachfolger Jens Kiefer indes auch weg – der FC 08 Homburg hatte den frischgebackenen Fußballlehrer aus seinem Vertrag heraus gekauft. „Co“ Rudi Thömmes coachte das Team in den beiden letzten Spielen und führte den SVE schließlich auch zum 3:0-Finalsieg im Rheinlandpokal gegen die SG Altenkirchen, der wiederum den Einzug in den DFB-Pokal bescherte.

Regionalliga Südwest /Saison (2014/15)

Mit neuem Trainer und einer neuen Philosophie startete der SVE nach der chaotischen Vorsaison in die Spielzeit 14/15. Die neu formierte Mannschaft um Chefcoach Peter Rubeck, den man vom SVN Zweibrücken loseisen konnte, startete durchwachsen in die Saison. Nach zwei Niederlagen zum Auftakt gelang dem jungen Team erst am dritten Spieltag beim FC Homburg der erste Sieg (2:0). Auch das Abenteuer DFB-Pokal endete früh, gegen Bundesligist SC Freiburg unterlagen die Moselstädter daheim trotz guter Leistung mit 0:2. Die Hinrunde verlief insgesamt enttäuschend. Im Rheinlandpokal scheiterte die Rubeck-Elf bereits in der dritten Runde am FSV Salmrohr. In der Liga belegte das Team zur Winterpause Rang 13 und war mittendrin im Abstiegskampf. Erst in der Rückrunde zeigten die Blau-Schwarz-Weißen dann ihr wahres Gesicht und spielten sich nach acht Partien ohne Niederlage, darunter Highlights wie der 2:1-Derbysieg beim 1. FC Saarbrücken und der 6:2-Erfolg in Hoffenheim, wieder ins Tabellenmittelfeld. Nach einem 0:2 beim FK Pirmasens beendete Eintracht Trier die insgesamt durchwachsene Saison letztlich auf dem 11. Tabellenplatz.

Regionalliga Südwest /Saison (2015/16)

Es zieht sich wie ein roter Faden durch die jüngere Geschichte des SVE: In der Hinrunde überzeugt Eintracht Trier auf ganzer Linie, in der Rückrunde fehlt am Ende der Punch. So geschehen auch in der Regionalliga-Saison 2015/16. Zum Saisonauftakt wurde bereits deutlich, dass sich die Zuschauer im Trierer Moselstadion auf eine Mannschaft mit viel Charakter und Leidenschaft freuen durfte. Das auf Schlüsselpositionen gezielt verstärkte Team schaffte am ersten Spieltag gegen die SV Elversberg nach einem 0:2-Rückstand noch ein verdientes 2:2. Wirklich bemerkenswert waren in dieser Saison allerdings nicht die Heimspiele, sondern die Auftritte der Blau-Schwarz-Weißen in der Fremde. Die ersten neun Spiele auf des Gegners Platz konnte die Mannschaft von Cheftrainer Peter Rubeck allesamt gewinnen. Unter anderem siegte der SVE 2:0 bei Hessen Kassel, wo mit Mittelfeldspieler Christian Telch erstmals seit Karl Dubois 1987 ein Spieler von Eintracht Trier das Tor des Monats der ARD-Sportschau erzielen konnte. Telchs Freistoßhammer aus 40 Metern ging damit in die Annalen von Eintracht Trier ein. Nach drei Siegen zum Abschluss der Hinrunde erklommen die Moselstädter die Tabellenführung und gaben sie bis zur Winterpause nicht mehr ab.

Wie schon so oft zuvor gelang es dem Team nicht, die herausragende Form der ersten 20 Partien über die kalte Jahreszeit hinaus zu konservieren. Zum Auftakt setzte es gleich eine 0:2-Niederlage beim ärgsten Verfolger Waldhof Mannheim. Auch wenn die Rubeck-Elf auch in der Rückrunde gute Leistungen zeigte, war spätestens nach drei aufeinanderfolgenden Niederlagen zwischen dem 29. und dem 31. Spieltag dem Traum vom Aufstieg endgültig geplatzt. Zum Ende der Saison belegte Eintracht Trier den 5. Rang der Regionalliga Südwest.