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Doppelschlag nach der Pause legt Grundstein für Auswärtsdreier

Die englische Woche endete für Eintracht Trier, wie sie begann: Mit einem Sieg. Beim SC Idar-Oberstein gewannen die Moselstädter nach einer starken Vorstellung und Toren von Kevin Heinz, Tim Garnier und Jan Brandscheid souverän mit 3:0. Damit beendete der SVE die fünf Partien andauernde Siegesserie der Gastgeber und feiert selbst den dritten „Dreier“ in Folge.

Nur knapp 66 Stunden nach dem vielumjubelten 2:1-Siegtreffer in der Nachspielzeit gegen den SV Morlautern wurde deutlich, dass Cheftrainer Daniel Paulus auf das vielzitierte „Momentum“ setzte: Siegtorschütze Luca Sasso-Sant stand beim heutigen Auswärtsspiel gegen den SC 07 Idar-Oberstein in der Startelf – deutliches Signal an die Mannschaft, den sechs Punkten aus der vergangenen englischen Woche im Stadion Im Haag einen weiteren Dreier folgen zu lassen. Jan Brandscheid nahm dafür zunächst auf der Bank Platz, zudem fehlte Felix Fischer nach seiner unter der Woche erlittenen Kopfverletzung, was eine Umstellung im Defensivverbund zur Folge hatte: im Zentrum verteidigten Josef Cinar und Godmer Mabouba, Kevin Heinz rückte dafür ins Mittelfeld, um seine Laufstärke ins Offensivspiel einzubringen. Doch die heutige Auswärtshürde sollte eine hohe sein: die Gastgeber betraten mit fünf Siegen in Serie das heimische Stadion.

Unterstützt von etwa 150 mitgereisten Eintracht-Anhängern brauchte die Partie etwas, um in Schwung zu kommen – beide Teams neutralisierten sich, gefährliche Aktionen nach vorne hatten in der ersten halben Stunde eher Seltenheitswert. Zwar kamen die Hausherren in dieser Phase zu drei Annäherungsversuchen durch Eckstöße, deren Torgefahr jedoch allesamt im Keim erstickte. Insgesamt wurden die Hausherren in der Folge etwas bissiger in den Offensivbemühungen – insbesondere Christian Henn setzte sich immer wieder auf dem rechten Flügel in Szene. Doch auch die Eintracht kam kurz vor der Pause zu Gelegenheiten: Simon Maurer per Kopf sowie allen voran drei sich immer weiter annähernde Distanzschüsse von Dominik Kinscher (36., 43., 45.) sorgten für eher angespannte Gesichter zum Pausentee. Es war zu spüren: die Eintracht, sie kam ins Rollen.

Nomen est omen: die zweite Halbzeit, sie begann mit einem doppelten Paukenschlag: gerade hatte der Stadionsprecher die in der Halbzeit getätigte Auswechslung (Lyras für Kahyaoglu) bekanntgegeben, da setzte ausgerechnet der gerade gekommene Lyras auf der linken Angriffsseite Kevin Heinz in Szene, der direkt abzog: das 0:1 (46.) – und es kam noch besser: nur eine Minute später das 0:2, vorbereitet vom starken Dominik Kinscher und vollstreckt von Tim Garnier (47.) – Traumstart für die Elf von Daniel Paulus! Konsequenz dieses Blitzstarts: die Partie wurde deutlich ruppiger. Die Hausherren wollten die verschlafene Anfangsphase so nicht hinnehmen, reagierten wütend auf den Rückstand und versuchten, über harte Zweikämpfe zurück ins Spiel zu finden – viele Spielunterbrechungen waren die Folge, doch Zählbares kam zunächst für die Hausherren aufgrund überraschend vieler individueller Fehler nicht heraus. Trainer Murat Yasar reagierte, brachte Alves da Silva für Dennis Kaucher und damit mehr Offensivkraft ins Spiel. Zwar konnten sich die Hausherren in der Folge eine optische Überlegenheit erarbeiten, mehr als ein von Simon Maurer abgeblockter Schuss durch do Nascimento (78.) sprang allerdings nicht für die Mannschaft der Stunde in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar heraus. Als fünf Minuten vor Schluss dann auch noch Goalgetter Jan Brandscheid das 0:3 erzielte, war die Geschichte dieser Partie geschrieben.

Eintracht Trier beendet damit die schon unglaublich anmutende Serie der Hausherren und fährt den dritten Sieg in Folge ein. Am kommenden Wochenende wartet dann der 1. FC Kaiserslautern II zum nächsten Top-Spiel im Moselstadion.

Statistik:

Tore: 0:1 Heinz (46.), 0:2 Garnier (47.), 0:3 Brandscheid (85.).

Eintracht Trier: Popescu – Diefenbach, Cinar, Mabouba, Maurer – Bouzid, Heinz, Kahyaouglu (ab 46. Lyras), Kinscher – Garnier (ab 67. Brandscheid), Sasso-Sant (ab 76. Biedermann).

SC 07 Idar-Oberstein: Bleimehl –  Kaucher (ab 72. Alves da Silva), Petry, Schunck (ab 81. Klein), Schröder – Thom – Reis Viana, Davidenko, Henn – Ruppenthal (ab 76. Hulsey), do Nascimento.

Schiedsrichter: Vincent Becker

Zuschauer: 1.036

 

Foto: Sebastian Schwarz