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Koblenz gewinnt Rheinlandpokal – Eintracht unterliegt verdient mit 1:2

Auch das letzte Saisonziel hat Eintracht Trier verpasst. Im Endspiel des Bitburger Rheinlandpokals unterlag das Team von Trainer Rudi Thömmes der TuS aus Koblenz mit 1:2. Die „Schängel“ waren über weite Strecken das bessere Team, der Auftritt des SVE wirkte dagegen blutleer und ängstlich. Damit endet eine bittere Spielzeit für Eintracht Trier wie sie begann – mit einer Niederlage.

Zwei Veränderungen nahm Eintracht-Interimscoach Rudi Thömmes an seiner Startaufstellung im Vergleich zum letzten Liga-Auftritt gegen Waldhof Mannheim vor. Für Josef Cinar startete Simon Maurer an der Seite von SVE-Kapitän Michael Dingels in der Innenverteidigung. Außerdem kehrte Robin Garnier nach seiner Knieverletzung zurück in die Mannschaft – er ersetzte Youngster Vincent Boesen. In der Anfangsphase agierten beide Teams zunächst vorsichtig und waren darauf bedacht, wenig Fehler zu machen. Die erste Chance hatte dann die TuS, als ein Glockner-Freistoß am langen Pfosten bei Dejan Bozic landete, der den Ball aber direkt in die Arme von Chris Keilmann beförderte (10.). Auf der anderen Seite verfehlte ein Heber von Torjäger Muhamed Alawie das Tor der Koblenzer nur knapp (16.) – es sollte die einzige echte Torgelegenheit für den SVE im ersten Durchgang bleiben.

Was folgte, war der vorentscheidende Doppelschlag der „Schängel“. In der 20. Minute zischte ein Freistoß von TuS-Kapitän André Marx durch die Trierer Mauer, wurde noch abgefälscht und landete unhaltbar für Keilmann im rechten unteren Eck des Eintracht-Gehäuses (20.). In der Folge präsentierte sich die Elf von SVE-Coach Thömmes verunsichert und hatte Probleme in die Partie zurückzufinden. Nur wenige Minuten nach dem 0:1 erhöhte Dimitrios Popovits auf 2:0 für die Mannschaft vom Deutschen Eck. Mit einer tollen Einzelleistung setzte der Angreifer sich gegen Florian Riedel und Michael Dingels durch und ließ Chris Keilmann bei seinem Abschluss erneut keine Abwehrchance (26.). Kurz vor dem Pausenpfiff hätte es auch Sicht der Moselstädter sogar noch schlimmer kommen können. Erneut steuerte ein TuS-Angreifer, diesmal Kevin Lahn, allein auf Keilmann zu, überlobte den Schlussmann und musste dann mit ansehen, wie der Ball erst gegen den Pfosten klatschte und dann von Simon Maurer von der Linie gekratzt wurde (45.+1).

Der zweite Durchgang begann dann zunächst schleppend. Die TuS musste nicht und dem SVE fehlten die Mittel. Erst nach einer guten Stunde kam nochmal etwas Fahrt in die Partie. Ein toller Freistoß von Koblenz-Spielmacher Andreas Glockner landete zunächst an der Unterkante der Latte und sprang ins Feld zurück. Der Kopfball des am Fünfer lauernden Bozic war dann allerdings zu lasch, sodass Eintracht-Keeper Keilmann das Leder sicher packen konnte (58.). Augenblicke später bekamen die 4.112 Zuschauer im Salmtalstadion dann den ersten ordentlichen Angriff von Eintracht Trier zu sehen. Doch am Ende einer guten Kombination stand Papadimitriou knapp im Abseits, weshalb sein Anschlusstreffer vom Schiedsrichtergespann nicht anerkannt wurde (60.). Es war die munterste Phase in diesem zweiten Spielabschnitt. Doch weder Bozic auf Seiten der TuS (65.), noch Eintracht-Flügelflitzer Jonathan Zinram (68.) waren mit ihren Abschlüssen zunächst erfolgreich. Bis zur 83. Spielminute. Nach einer Ecke landete der Ball am Rand des Sechzehners wieder bei Zinram und der Winter-Neuzugang versenkte das Leder wunderbar zum Anschlusstreffer im rechten Eck des TuS-Tores.

Doch das winzige Aufbäumen der Thömmes-Elf kam zu spät. Auch wenn die Moselstädter zum Schluss etwas bissiger auftraten, durfte am Ende das Team von Trainer Petrik Sander zurecht jubeln. „Ich war sehr enttäuscht von der Mannschaft, wir hätten hier einiges wieder gut machen können. Aber wie manche hier rumgelaufen sind, war das eine bodenlose Frechheit“, fand Eintracht-Interimstrainer, der in der kommenden Saison wieder den „Co“ geben wird, klare Worte für die Leistung seines Teams. Er ergänzte: „Heute hat einfach alles gefehlt. Habe ich den TuS-Spielern in die Augen geschaut, habe ich gesehen, dass die wollten. Meine Spieler haben zu Boden geschaut.“ Mit der bitteren Final-Niederlage endet eine enttäuschende Saison für Eintracht Trier.

Statistik:

Tore: 0:1 Marx (20.), 0:2 Popovits (26.), 1:2 Zinram (83.)

Eintracht Trier: Keilmann – Riedel, Dingels (70. Anton), Maurer, Blum (67. Heinz) – Telch, Celik – Garnier (46. Papadimitriou), Lienhard, Zinram – Alawie

TuS Koblenz: Patzler – Antonaci, Buchner, Marx, Stark – Stahl, Grupp – Lahn (67. Schmidt), Glockner (77. von der Bracke), Popovits (90. Jusufi) – Bozic

Zuschauer: 4.112

Schiedsrichter: Christoph Zimmer