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Halbfinale! – Eintracht lässt Engers keine Chance

Am Mittwochabend siegte Eintracht Trier auf dem Kunstrasenplatz in Oberbieber gegen den FV Engers 07 souverän mit 4:0 und steht damit im Halbfinale des Bitburger Rheinlandpokals. Die Moselstädter ließen dem Tabellenführer der Rheinlandliga kaum eine Chance, hätten durchaus noch deutlicher gewinnen können. Im Halbfinale wartet jetzt die SG 2000 Mülheim-Kärlich.

Dass der Pokal seinen eigenen Gesetze hat, ist hinlänglich bekannt. Doch die alte Weisheit allein ist keine Garantie für ein Pokalwunder. Das bekam auch Rheinlandliga-Spitzenreiter FV Engers zu spüren. Mit 4:0 gewann der SVE am Ende gegen aufopferungsvoll kämpfende Engerser, die sichtlich motiviert in die Partie gegangen waren. Eintracht-Trainer Oscar Corrochano hatte im Vorfeld der Partie bereits deutlich gemacht, dass er auch gegen die zwei Klassen tiefer spielende Mannschaft vom Wasserturm höchste Konzentration von seinem Team erwartete und keine Spieler schonen wollte. Trotzdem rotierte Corrochano ordentlich. Top-Torjäger Muhamed Alawie musste wegen muskulärer Probleme ebenso passen, wie Abwehrchef Josef Cinar und Patrick Lienhard. Entsprechend rückten mit Sebastian Szimayer, Torhüter Till Brinkmann und Florian Riedel auch einige Akteure in die Startelf, die zuletzt weniger zum Einsatz gekommen waren.

Der SVE begann druckvoll, erspielte sich im ersten Durchgang immer wieder gute Gelegenheiten. Dennoch dauerte es bis zur 43. Minute, ehe die aus der ältesten Stadt Deutschlands mitgereisten blau-schwarz-weißen Fans das erste Mal jubeln durften. Robin Garnier nutzte einen Fehler im Engerser Mittelfeld gekonnt aus, eroberte das Leder stark und schickte Sebastian Szimayer auf die Reise. Der großgewachsene Stürmer, der zuvor mit zwei starken Kopfball-Versuchen noch an Engers-Keeper Linnig gescheitert war, nutzte die Chance eiskalt aus und vollstreckte in die lange Ecke. „Wir waren von der ersten Minute an sehr dominant und haben viele Chance kreiert. Nach dem 1:0 sind dann die Dämme ein bisschen gebrochen und wir hätten durchaus noch mehr Tore schießen können“, schilderte Corrochano seine Sicht auf die Partie. In der Pause reagierte der Coach, nahm einige taktische Veränderungen vor und brachte Jonathan Zinram für Christos Papadimitriou. Ein Wechsel mit Folgen.

Gerade einmal fünf Minuten waren im zweiten Durchgang gespielt, ehe Danilo Dittrich den eingewechselten Zinram wunderbar in Szene setzte. Der Neuzugang ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen und brachte das Leder gekonnt zum 2:0 im Tor unter (50.). Nur zwei Minuten später erhöhte der 25-Jährige sogar auf 3:0, per Kopf versenkte er eine Hereingabe von Robin Garnier (52.). Der FV Engers war durch die schnellen Gegentreffer sichtlich geschockt, versuchte aber weiterhin zumindest den Ehrentreffer zu erzielen. Die beste Chance für die Gastgeber vereitelte SVE-Keeper Till Brinkmann bei seinem Pflichtspieldebüt aber souverän. Giovani Lubaki hatte zuvor aus dem Rückraum abgezogen (60.). Spätestens mit dem 4:0 durch Christoph Anton war die Partie dann entschieden. „Toni“ versenkte das Leder aus knapp 20 Metern flach in der rechten Torecke (65.). „Kompliment an die Mannschaft. Gegen eine so hochmotivierte Mannschaft im Pokal hat sie das sehr gut über die Bühne gebracht“, bilanzierte SVE-Coach Corrochano. Eintracht Trier zieht durch den Erfolg gegen den FV Engers ins Halbfinale des Rheinlandpokals ein. Dort wartet die SG 2000 Mülheim-Kärlich auf die Moselstädter, im anderen Semifinale treffen die TuS Koblenz und der FC Karbach aufeinander.

Statistik:

Tore: 0:1 Szimayer (43.), 0:2 Zinram (50.), 0:3 Zinram (52.), 0:4 Anton (65.)

FV Engers: Linnig – Freisberg (86. Merkler), Kneuper, Splettstößer, Fiege – Fink (62. Naric), Peifer – Lubaki, Finkenbusch, Kremer – Aziz (69. Kaiser)

Eintracht Trier: Brinkmann – Riedel, Dingels, Blum, Heinz – Garnier, Dittrich, Telch, Papadimitriou (46. Zinram), Anton (67. Kaminiotis) – Szimayer (76. Masselter)

Zuschauer: 725

Schiedsrichter: Jean Luc Behrens